USA laden zu Anti-IS-Allianz-Treffen

US-Außenminister John Kerry
US-Außenminister John Kerry
US-Außenminister John Kerry hat zu einem ersten Spitzentreffen von Vertretern des US-geführten Bündnisses gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) eingeladen. Die Gespräche auf Ministerebene sollen am kommenden Mittwoch im NATO-Hauptquartier in Brüssel stattfinden, teilte die US-Regierung mit. Man erwarte mehr als 60 Allianz-Partner.


Zur Anti-IS-Allianz gehören westliche Staaten wie Deutschland und Frankreich, aber auch arabische Länder wie Saudi-Arabien oder Jordanien. Sie unterstützt die einheimischen IS-Gegner im Irak und Syrien mit Waffen oder bombardiert Stellungen der Extremisten.

Grund für die Organisation des Treffens in Brüssel ist ein bereits seit langem geplanter NATO-Außenministerrat. Dabei wird es am Dienstag um die Ukraine-Krise und den Afghanistan-Einsatz gehen. Kerry reist danach zu einem OSZE-Ministertreffen nach Basel und anschließend zur Afghanistan-Konferenz nach London.

Die Jihadistenmiliz IS griff unterdessen am Mittwoch erneut die Stadt Ramadi im Westirak an. Regierungstruppen und verbündete Stammeskämpfer seien im Einsatz, um den Sitz der Provinzregierung im Stadtzentrum gegen die vorrückenden Extremisten zu verteidigen, sagten ranghohe Polizeivertreter.

Der Gouverneur von Anbar, Ahmed al-Dulaimi, warnte vor den Folgen einer militärischen Niederlage in Ramadi. “Wenn wir Anbar verlieren, verlieren wir den Irak”, sagte der verletzte Politiker, der derzeit in Deutschland behandelt wird, einem irakischen Fernsehsender.

Ramadi ist die Hauptstadt der an Syrien grenzenden Provinz Al-Anbar, die fast vollständig unter der Kontrolle des IS steht. Die Jihadisten eroberten bereits mehrere Viertel der Provinzhauptstadt. Zuletzt hatten sie am Freitag eine Offensive gestartet, um die Regierungstruppen auch aus dem Standzentrum zu vertreiben.

In der ölreichen Provinz Kirkuk gelang es kurdischen Kämpfern am Mittwoch, einen Vorstoß der IS-Miliz abzuwehren. Die Jiahdisten griffen nach Angaben eines Peshmerga-Kommandanten drei Dörfer im Westen der etwa 240 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Kirkuk an. Zwischenzeitlich brachten sie demnach eine der Ortschaften unter ihre Kontrolle. Unterstützt durch Luftangriffe der von den USA angeführten Militärallianz sei es den Kurden aber gelungen, die IS-Kämpfer wieder zurückzudrängen.

Ein Polizist und fünf Peshmerga-Kämpfer seien bei den Gefechten getötet worden, teilten Offiziere und Rettungskräfte mit. Zudem habe es 28 Verletzte gegeben. Der IS hatte bei seiner Offensive im Juni weite Teile des Nordirak erobert. Seit dem Beginn des internationalen Militäreinsatzes konnten die kurdischen Truppen einige Gebiete wieder unter ihre Kontrolle bringen.

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