USA dürfen türkische Stützpunkte nutzen

Die Türkei will den USA einem Zeitungsbericht zufolge für einen Militärschlag gegen den Irak die Stationierung einer großen Truppe erlauben.

Die Regierung rechne aber damit, dass beim Umfang der Truppen Rücksicht auf die öffentliche Meinung im Land genommen werden müsse, berichtete die „New York Times“ am Dienstag unter Berufung auf ein Gespräch mit dem türkischen Außenminister Yasar Yakis.

Die türkische Regierung habe das Militär des Landes angewiesen, einen Plan auszuarbeiten, der es den USA erlaube, eine große Truppe an der türkisch-irakischen Grenze zu stationieren und die irakische Armee damit im Norden des Landes in Schach zu halten, sagte Yakis der Zeitung. Er betonte die Bedeutung einer nördlichen Front und sagte dem Blatt der Internet-Ausgabe zufolge: „Die Truppe sollte ausreichend groß sein, damit sie (die irakische Armee) dort gebunden wird und irakische Soldaten die nördliche Front nicht verlassen und an die südliche gehen.“ Im Süden des Irak ziehen die USA derzeit mehrere zehntausend Soldaten zusammen.

Der türkischen Regierung seien jedoch durch die öffentliche Meinung die Hände gebunden, sagte Yakis weiter. Umfragen zeigten, dass die Bevölkerung in überwältigender Mehrheit gegen einen Militärschlag gegen das Nachbarland sei. Seinen Angaben zufolge arbeiten die Armeen beider Länder noch an einem entsprechenden Plan. Eine der dabei diskutierten Optionen sei es, die potenzielle Nordfront auf eine Größe von 15.000 Soldaten zu beschränken. Bei dieser Variante würden zwei US-Brigaden mit je 5000 Soldaten an verschiedenen Punkten im Norden des Irak angreifen und eine dritte in Reserve stehen.

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