USA: Computerpionier Bob Bemer gestorben

Im Alter von 84 Jahren ist in Dallas der "Vater des Backslash" Bob Bemer gestorben. Er wies auch als erster auf das Jahr-2000-Problem hin.

Im Alter von 84 Jahren ist in Texas der amerikanische Computerpionier Bob Bemer gestorben. Er wies 1971 als erster auf das Jahr-2000-Problem hin – also auf mögliche Fehler auf Grund der auf zwei Stellen beschränkten Datumsangaben in Computerprogrammen. Für die deswegen erforderliche Umstellung haben Unternehmen und Behörden weltweit mehrere hundert Milliarden Dollar ausgegeben. Beim Jahreswechsel von 1999 zu 2000 kam es dann nur zu vereinzelten Störungen in Computersystemen. Bleibende Verdienste erwarb sich Bemer mit seinen Beiträgen zur Entwicklung des ASCII-System, in dem jeder Buchstabe des lateinischen Alphabets mit einem Zahlenwert codiert wird. Damit wurde es möglich, den Computer nicht nur mit Zahlen rechnen zu lassen, sondern auch mit Texten zu füttern. Der ehemalige IBM-Mitarbeiter Bemer führte unter anderem den „Escape“-Befehl (ESC) und den Backslash, den umgedrehten Querstrich, in die Computersprache ein. Noch vor einem Monat sei Bemer jeden Tag an seinem Computer gewesen, sagte sein Stiefsohn Glen Teeler am Mittwoch im Haus des Verstorbenen am Possum-Kingdom-See, rund 200 Kilometer westlich von Dallas. Dort erlag Bemer am Dienstag den Folgen eines Krebsleidens. Bis zuletzt sei der Programmcode Bemers Welt gewesen, sagte Teeler. „Er lebte und atmete ihn.“

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • USA: Computerpionier Bob Bemer gestorben
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.