USA bezichtigen russischen Diplomaten der Spionage

Die US-Bundespolizei FBI verdächtigt einem Zeitungsbericht zufolge einen russischen Diplomaten der Spionage. Wie die "Washington Post" unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtete, soll der Diplomat Juri Zaizew unter dem Deckmantel eines Kulturaustauschprogramms versucht haben, US-Bürger als Spione zu gewinnen. Zaizew droht dem Bericht zufolge die Ausweisung. Russland wies die Vorwürfe zurück.


Zaizew leitet auch das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in der US-Hauptstadt Washington. Wie die Zeitung weiter berichtete, befragte das FBI einige der rund 130 Teilnehmer des von Russland finanzierten Austauschprogramms Rossotrudnischestwo, in dessen Zuge US-Bürger nach Russland eingeladen werden. Demnach könnten die Teilnehmer als potenzielle Spione angeworben worden sein. Ob es erfolgreiche Anwerbungsversuche gegeben hat, sei aber unbekannt.

Die Vorwürfe gegen Zaizew seien “frei erfunden”, erklärte das russische Außenministerium. Die US-Regierung werde aufgefordert, das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur von den Anschuldigungen zu entlasten. Dem Ministerium zufolge haben in den vergangenen drei Jahren mehr als tausend Menschen aus über 50 Ländern im Rahmen des Austauschprogramms Rossotrudnischestwo Russland bereist. Das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur ist auch in Deutschland tätig.

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