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US-Soldaten erschossen vier Zivilisten

US-Soldaten haben am Freitag in der Stadt Falluja mindestens vier Iraker getötet. Nach Krankenhausangaben starben die Zivilisten, als US-Soldaten auf mehrere Autos schossen.

Zwei der Opfer sind demnach Frauen. Ein Reporter berichtete von mindestens acht Verletzten. Augenzeugen zufolge riefen Geistliche in den Moscheen zu Blutspenden auf. Vor einem örtlichen Krankenhaus versammelten sich etwa 2.000 wütende Menschen, die US-feindliche Parolen riefen.

Die US-Armee machte zunächst keine Angaben zu den Gründen für die Schüsse. In der überwiegend von Sunniten bewohnten Stadt gibt es fast täglich bewaffnete Zusammenstöße zwischen Besatzungssoldaten und Irakern. Am Dienstag waren bei einem Angriff der US-Armee auf zwei Wohnhäuser im Norden von Falluja nach Angaben eines Arztes drei Anwohner getötet worden. Am Montagabend demonstrierten dort rund 250 Iraker für die Rückkehr des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein an die Macht.

Nach Angaben von US-Zivilverwalter Paul Bremer haben die US-Armee und ihre Verbündeten im Irak bisher 19 El-Kaida-Mitglieder festgenommen. Bei einer Pressekonferenz am Freitag (Ortszeit) in Washington wollte Bremer aber keine Angaben zur Nationalität der 19 Gefangenen machen. Insgesamt hätten die Truppen zur Zeit 248 „ausländische Kämpfer“ in Gewahrsam. 123 davon seien Syrer. Neben Angehörigen des Terrornetzwerks El Kaida seien auch Mitglieder der Gruppe Ansar al Islam gefangen genommen worden.

Die Gewerkschaft der UNO-Mitarbeiter forderte unterdessen eine weitere Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen für das im Irak stationierte UNO-Personal. Die Sicherheit der Mitarbeiter müsse oberste Priorität haben, hieß es in einer in New York veröffentlichten Erklärung. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen müssten ergriffen werden. Noch vor wenigen Tagen hatte die Gewerkschaft überhaupt den Abzug aller UNO-Mitarbeiter aus dem Irak gefordert.

In Camp David im US-Bundesstaat Maryland begannen US-Präsident George W. Bush und der russische Präsident Wladimir Putin zweitägige Gespräche. Im Mittelpunkt der Beratungen auf dem Präsidenten-Landsitz stehen neben der Lage im Irak auch das iranische Atomprogramm, der Nahost-Friedensprozess und die Terrorbekämpfung. Bush will Putin angeblich zur Unterstützung einer UNO-Resolution bewegen, die zu einer größeren internationalen Beteiligung an der Sicherung und dem Wiederaufbau des Irak führen soll.

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