US-Soldat bei Befreiungsaktion für Kurden im Irak getötet

Eine US-Spezialeinheit hat im Nordirak rund 70 kurdische Geiseln aus einem Gefängnis der Terrormiliz Islamischer Staat befreit. Ein US-Soldat sei bei der Geheimaktion in der Nacht zum Donnerstag angeschossen worden und später gestorben, teilte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Peter Cook, mit.


Die “massenhafte Hinrichtung” der Geiseln sei unmittelbar bevorgestanden. Auch mehrere IS-Anhänger wurden bei dem Einsatz nahe der Stadt Hawija etwa 300 Kilometer nördlich von Bagdad getötet, fünf von ihnen wurden gefangen genommen.

An dem Einsatz, der auf Bitten der Kurden erfolgte, waren auch kurdische und irakische Streitkräfte beteiligt. Unter den Befreiten seien mehr als 20 irakische Sicherheitskräfte. Vier Kämpfer der kurdischen Peschmerga wurden verletzt. Alle Insassen des Gefängnisses seien befreit worden, berichtete die irakische Nachrichtenseite Al-Sumaria.

General Lloyd Austin, Chef des US-Zentralkommandos mit Sitz in Tampa in Florida, sprach von einem “komplexen und höchst erfolgreichen Einsatz” und sprach den Angehörigen des getöteten US-Soldaten sein Beileid aus. Dieser sei an Seite seiner irakischen Kameraden in einem “harten Kampf” gestorben. “Wir loben und gratulieren den Mutigen, die sich an diesem erfolgreichen Einsatz beteiligten, der viele Menschenleben gerettet hat”, sagte Austin.

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