US-Richter genehmigte Detroits Insolvenzplan

Verfallende Autofabrikshalle in Detroit
Verfallende Autofabrikshalle in Detroit
Nach der größten Städtepleite der US-Geschichte kann die einstige Autometropole Detroit ihre Finanzen neu ordnen und sieben Milliarden Dollar Schulden (rund 5,6 Milliarden Euro) aus ihren Büchern streichen. Richter Steven Rhodes genehmigte am Freitag den mehrfach überarbeiteten Insolvenzplan, nachdem Vertreter der Stadt sich mit Pensionären und anderen wichtigen Gläubigern geeinigt hatten.


Insolvenzverwalter Kevyn Orr sprach von einer “historischen Entscheidung” und sagte, Detroit bewege sich auf einem Weg hin zu finanzieller Stabilität.

Die Wiege der amerikanischen Autoindustrie hatte im Juli 2013 als bisher größte Stadt in den USA die Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Sie muss eine Schuldenlast von 18 Milliarden Dollar (14,38 Mrd. Euro Mrd. Euro) bewältigen und kämpft mit der Grundversorgung der Einwohner. Feuerwehr- und Polizeiautos sind kaputt, viele Straßenlaternen funktionieren nicht, ganze Stadtviertel verfallen. Die einst blühende Metropole hat einen dramatischen Niedergang zu verkraften. Während 1950 etwa 1,8 Millionen Menschen dort lebten, sind es mittlerweile nur noch 688.000. Auf dem Stadtgebiet stehen Zehntausende verlassene Häuser.

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