US-Regierung kritisiert China für Aufrüstungskurs

Gates war in Peking nicht sonderlich willkommen
Gates war in Peking nicht sonderlich willkommen ©APA (Archiv/epa)
China gefährdet nach Ansicht der Vereinigten Staaten mit einer schleichenden Aufrüstung seiner Streitkräfte den Frieden. Die chinesische Geheimhaltung um den Ausbau seiner Arsenale löse Unsicherheit aus und vergrößere "das Potenzial von Missverständnissen und Fehlkalkulationen", heißt es aus dem US-Verteidigungsministerium.

Mit seiner Kritik reagierte das Pentagon darauf, dass China Gespräche mit Vertretern der amerikanischen Streitkräfte ausgesetzt hat. Die chinesische Regierung verweigerte sich in diesem Jahr Kontakten mit hochrangigen Vertretern des Pentagons, darunter auch US-Verteidigungsminister Gates persönlich. Gates war im Juni nach Asien gereist, verzichtete aber nach ablehnenden Signalen aus Peking auf einen Besuch in China. Auslöser der Verstimmung war ein Waffendeal zwischen den USA und Taiwan im Umfang von 6,4 Milliarden Dollar (4,99 Mrd. Euro). Auch der Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffs trug zu den Spannungen bei. China wies die Ergebnisse einer Untersuchung zurück, wonach Nordkorea das Schiff mit einem Torpedo versenkte.

Nach Erkenntnissen des US-Verteidigungsministeriums setzt China die Aufrüstung der vergangenen Jahre fort. Dem am Montag veröffentlichten Bericht zufolge verfügt die Volksrepublik mittlerweile über bis zu 1.150 Kurzstreckenraketen und ist dabei, ihr Arsenal um Mittelstreckenraketen zu erweitern. Zudem würden Artilleriegeschütze entwickelt, mit deren Hilfe Taiwan vom Festland aus beschossen werden könnte, heißt es in dem Pentagon-Bericht.

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