US-Pastor machte Rückzieher: Angekündigte Koran-Verbrennung abgesagt

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Nach einer internationalen Protestwelle hat der umstrittene Pastor Terry Jones die für Samstag geplante Koran-Verbrennung abgesagt. Der Geistliche begründete die Entscheidung am Donnerstag damit, dass das umstrittene geplante Islamzentrum in New York nicht so nahe an dem zerstörten World Trade Center errichtet werden solle.

Die kleine Christengruppe Dove World Outreach Center mit etwa 30 Mitgliedern hatte die Koran-Verbrennung für den neunten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 angekündigt. Damit wollte die Gruppe den Islam als eine “gewaltsame und repressive Religion” entlarven. Experten hatten gewalttätige Proteste von radikalen Muslimen befürchtet.

US-Präsident Barack Obama hatte zuvor an Pastor Jones appelliert, auf die Verbrennungen zu verzichten. Die US-Regierung befürchtete, dass die Aktion in muslimischen Ländern zu Ausschreitungen und Gewalttaten führen könnte.

Auch die internationale Polizeiorganisation Interpol hatte zuvor eine weltweite Warnung an ihre 188 Mitgliedsländer wegen der geplanten Koranverbrennungen herausgegeben. Es bestehe ein große Wahrscheinlichkeit, dass es wegen der Aktion zu Gewalttaten komme.

In Asien und auf der arabischen Halbinsel kam es am Donnerstag zu ersten Protesten gegen das Vorhaben.

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