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US-Flugzeuge im Irak beschossen

Das irakische Militär hat nach US-Angaben am Sonntag erneut auf britische und amerikanische Flugzeuge gefeuert, die die Flugverbotszonen im Norden und Süden des Iraks kontrollieren.

Die USA betrachten den Zwischenfall als Verstoß gegen die jüngste UN-Resolution 1441 über verschärfte Waffenkontrollen.

Dieses Mal ereignete sich der Zwischenfall in der Zone nördlich des 36. Breitengrades, teilte das zuständige Europakommando in Stuttgart mit. Ob sie deshalb den Weltsicherheitsrat anrufen werden, ließen Regierungsbeamte am Wochenende offen. Das irakische Militär feuerte nördlich von Mosul mehrere Flugabwehrraketen auf die Patrouille-Flugzeuge, teilte das Europakommando mit. Die Luftabwehrstellungen seien daraufhin ihrerseits „mit Präzisionsmunition“ angegriffen worden. Die Flugzeuge seien heil zu ihrem Ausgangsstandort zurückgekehrt. In der südlichen Flugverbotszone wurde nach US-Angaben am Freitag von An Najaf aus, rund 140 Kilometer südöstlich von Bagdad, auf Flugzeuge geschossen. US-Kampfjets hätten die Stellung daraufhin angegriffen.

Nach Angaben des staatlichen irakischen Satellitenfernsehsenders wurden dabei sieben Iraker getötet und vier weitere verletzt. Derartige Zwischenfälle passieren seit Einrichtung der Flugverbotszonen Anfang der 90er Jahre ständig. Auch seit Annahme der UN-Resolution vor gut einer Woche sei mehrmals geschossen worden, verlautete aus dem Pentagon. Es war jedoch der erste Angriff, seit Bagdad sich am Mittwoch mit der Resolution einverstanden erklärt hat.Nach US-Lesart sind Angriffe in den beiden Flugverbotszonen in der Resolution untersagt. Sie berufen sich auf Punkt 8. Darin heißt es, der Irak dürfe keine feindlichen Akte gegen UN-Mitgliedsländer unternehmen, die UN-Resolutionen aufrechterhalten.

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