US-Chefwaffenkontrollor im Irak tritt zurück

Der Chefbeauftragte der USA für die Suche nach irakischen Massenvernichtungswaffen will in den kommenden Monaten von seinem Posten zurücktreten.

Die „New York Times” berichtete am Freitag, Kay wolle sich zurückziehen, bevor seine Waffeninspektoren den abschließenden Bericht über das irakische Massenvernichtungsprogramm vorlegen. In einem im Oktober vorgelegten Zwischenbericht hatte die Gruppe Hinweise auf illegale Raketenprogramme präsentiert, aber keine Beweise für Massenvernichtungswaffen geliefert.

Kay wurde nach Angaben der Zeitung selbst von Kritikern der amerikanischen Regierung Respekt für seine sorgfältige Arbeit gezollt. Die Berichte über einen Rücktritt führten nun zu Spekulationen, dass die USA die vergebliche Suche nach Massenvernichtungswaffen aufgeben wollen. „Kays Abgang passt sehr gut in die Bemühungen, das Thema zu wechseln”, sagte der demokratische Senator und Geheimdienstexperte Carl Levin.

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