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Urteil nach Einbruch in Wiener SPÖ-Zentrale

Doch kein Polit-Drama: Ein rumänischer Lehrer steht jetzt wegen gewerbsmäßiger Hehlerei vor Gericht. Er wollte die im SP-Hauptquartier gestohlenen Computer außer Landes bringen.

Ein rumänischer Lehrer hatte sich am Mittwoch wegen gewerbsmäßiger Hehlerei im Wiener Straflandesgericht zu verantworten. Er war am 24. April 2008 beim Versuch festgenommen worden, 13 Taschen außer Landes zu bringen, die mit aus Einbrüchen stammenden Beutestücken gefüllt waren. Darunter fanden sich vier Laptops, acht Handys, ein Video-Beamer und eine Digitalkamera, die unbekannte Eindringlinge eine Woche zuvor bei einem Einbruch in die SPÖ-Zentrale in der Löwelstraße entwendet hatten.

Nicht weniger als drei Seiten des Strafantrags umfassten die Wertsachen, die der 22-Jährige bei sich bzw. in seinem Kombi verstaut hatte, als für ihn die Handschellen klickten. Neben der SPÖ waren unter anderem mehrere praktische Ärzte, der Sozialmedizinische Dienst der Gemeinde Wien und die ÖVP-Josefstadt zum Handkuss gekommen – ihnen hatten die “Langfinger” hauptsächlich DVD-Player, Laptops und sonstige elektronische Geräte davongetragen.

Im Fahrzeug des Rumänen fanden sich aber auch zehn Armbanduhren mit dem ÖGB-Logo, die er auf Betreiben eines unbekannten Mannes nach Moldawien bringen hätte sollen, wie er nun Richter Wilhelm Mende erklärte.

Nach einem größeren Einkauf sei er auf dem Parkplatz eines Baumarkts von dem Russisch sprechenden Herrn gefragt worden, “ob ich ein paar Taschen mitnehmen kann”, so der Angeklagte. Er habe sich dazu bereiterklärt, “weil ich dafür pro Kilogramm Gewicht bezahlt worden wäre”.

Ich hab’ mir schon gedacht, dass da was nicht in Ordnung sein kann…

Zum Vorwurf, damit professionelle Einbrecher unterstützt zu haben, bekannte sich der 22-Jährige schuldig: “Ich hab’ mir schon gedacht, dass da was nicht in Ordnung sein kann. Als mich die Polizei angehalten hat, habe ich mir das noch viel mehr gedacht.”

Von den eigentlichen Tätern fehlt jede Spur. Für die Staatsanwaltschaft liegt der Verdacht nahe, dass der Hehler in die Bande eingebunden war, doch lässt sich diese Vermutung nicht nachweisen.

Milde

Das Urteil ist milde: 8 Monate Haft, davon 2 unbedingt, der Rest für 3 Jahre auf Bewährung ausgesetzt. Die U-Haft angerechnet, konnte der verhinderte Elektronikschmuggler nach dem Urteilsspruch als (beinahe) freier Mann nach Hause gehen.

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