Urlaubsplanung: Österreicher legen großen Wert auf Sicherheit

80 Prozent der Österreicher informieren sich vor Reiseantritt über die Sicherheit in der Urlaubsdestination.
80 Prozent der Österreicher informieren sich vor Reiseantritt über die Sicherheit in der Urlaubsdestination. ©Pixabay.com (Sujet)
Ergebnisse einer Studie, die die Europäische Reiseversicherung (ERV) am Mittwoch vorstellte, zeigen, dass sich 80% der Österreicher vor Reiseantritt über die Sicherheitslage im Urlaubsland informieren. Insbesondere für Frauen und Personen über 50 Jahre ist das ein entscheidender Faktor bei der Urlaubsplanung. Beinahe jeder Siebente wünscht sich jedoch mehr Infos über die Situation vor Ort.

Online wurden im März 500 Österreicher zwischen 20 und 69 Jahren befragt. Dabei zeigte sich, dass sie immer öfter verreisen. Während mehr als die Hälfte ein- bis zweimal jährlich verreist, geht es für jeden Zehnten mehr als viermal pro Jahr in den Urlaub. Die Verteilung ist dabei sehr unterschiedlich. 72 Prozent der Wiener verreisen zumindest einmal im Jahr. “Niederösterreicher und Burgenländer scheinen dagegen Reisemuffel zu sein,” sagte Wolfgang Lackner, Vorsitzender der ERV. Hier verreist ein Fünftel weniger als einmal jährlich.

Sicherheitsgefühl als wichtiger Faktor bei der Urlaubsplanung

Wichtigster Aspekt bei der Urlaubsplanung ist das Preis-Leistungs-Verhältnis (57,8 Prozent), gefolgt von sonnigem Wetter (45,3 Prozent) und Bademöglichkeiten (44,6 Prozent). Für fast ein Viertel der Österreicher ist aber auch die Sicherheitslage ein wichtiger Faktor. Um im Urlaub abgesichert zu sein, haben fast 60 Prozent schon einmal eine Reiseversicherung abgeschlossen. Argumente dafür sind vor allem die mögliche Übernahme von Stornokosten (63,4 Prozent) und der Heimtransport bei Krankheiten oder Unfällen (57 Prozent). Auch eine 24 Stunden verfügbare Notfallhilfe, die Anliegen schnell bearbeitet, ist für fast 40 Prozent ein Argument sich zu versichern. “Die Behandlungsqualität ist in allen Ländern unterschiedlich,” sagte Lackner. So könne ein Tag im Spital mehr als 1.000 Euro kosten, Rücktransporte nach Österreich bis zu 150.000 Euro. Auf diesen Kosten bleiben Nichtversicherte sitzen.

Ein großer Irrtum ist, dass die E-Card für eine ausreichende Absicherung im Ausland sorgt. 26 Prozent denken, in außereuropäischen Mittelmeerrandstaaten einen ausreichenden Kranken- und Unfallversicherungsschutz zu haben, 18 Prozent vertrauen sogar weltweit auf die hellgrüne Karte. “Die E-Card deckt nur einen Basisschutz in öffentlichen Spitälern im europäischen Ausland, außerhalb Europas ist sie völlig nutzlos”, erklärte Lackner. Aus diesem Grund empfiehlt er den Abschluss eines privaten Reiseschutzes.

Für Kunden der ERV steht neben der klassischen Versicherung auch eine App für Android- und IOS-Geräte zur Verfügung. Fast drei Viertel der Studienteilnehmer waren an einem solchen Programm interessiert. Die App setzt bei Bedarf über eine Telefonverbindung einen Notruf ab. Die GPS-Daten werden an die Einsatzzentrale übertragen. Neben dieser Notfall-Hilfe stehen unter anderem auch Kontaktadressen, Reisewarnungen und internationale Notrufnummern zur Verfügung.

(APA/Red)

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