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Urlaubsmängel richtig reklamieren: Tipps für die erfolgreiche Beschwerde

Am Flughafen gestrandet? Bei einer Flugverspätung ab drei Stunden steht Reisenden eine Entschädigung zu.
Am Flughafen gestrandet? Bei einer Flugverspätung ab drei Stunden steht Reisenden eine Entschädigung zu. ©APA (Sujet)
Der Flug hatte mehrere Stunden Verspätung, das Hotel war nicht so, wie im Katalog abgebildet, Kakerlaken im Hotelzimmer oder Lärm durch Bauarbeiten. Da kommt nicht wirklich Freude - oder gar Urlaubsstimmung - auf: Wer im Urlaub nicht zufrieden war, sollte nach der Reise sofort reklamieren und Bargeld einfordern, meint die AK. Erfolgreich beschweren will gelernt sein: So kommen Sie bei einem verpatzten Urlaub zu Ihrem Recht.

Zu den weiteren Rechten, die Urlauber im Schadensfall haben, gehören etwa auch der Anspruch auf eine Preisminderung und Schadenersatz, teilte die Arbeiterkammer am Dienstag in einer Aussendung mit.

Flugverspätungen

Bei Flugverspätungen von mehr als zwei Stunden haben Reisende etwa ein Recht auf Mahlzeiten, Erfrischungen und falls nötig auch auf ein Hotel. Bei drei oder mehr Stunden besteht auch Anspruch auf Entschädigung.

Beweise dokumentieren

Den hat man auch bei vom Reiseveranstalter verschuldeten Mängeln. Die Beweise dafür sollten immer dokumentiert werden, am besten gleich vor Ort mit Fotos oder Videos.

“Nicht mit Gutscheinen abspeisen lassen”

“Informieren Sie nach dem Urlaub sofort den Reiseveranstalter über die Mängel mit einem eingeschriebenen Brief und verlangen Sie eine Preisminderung. Nicht mit Gutscheinen abspeisen lassen”, rät Gabriele Zgubic, Konsumentenschützerin der AK Wien.

Reisemängel: Frankfurter Liste als Orientierungshilfe

Als Orientierungshilfe könne die Frankfurter Liste zurate gezogen werden. Darin finden sich die häufigsten Reisemängel und die dazugehörigen Preisabschläge wieder. Die Liste wurde zwar von Richtern in Reisesachen am Landesgericht Frankfurt erstellt, werde aber auch von österreichischen Gerichten immer wieder herangezogen, wenn es um Preisminderungsansprüche bei Reisemängeln geht. Verbindlich ist sie allerdings nicht.

Beispiele aus der Frankfurter Tabelle:

  • Lärm in der Nacht: 10-40 Prozent
  • Dreibett- statt Doppelzimmer: 20-25 Prozent
  • fehlender Balkon (trotz Zusage): 5-10 Prozent
  • verdorbene, ungenießbare Speisen: 20-30 Prozent
  • nicht genügend warme Speisen: 10 Prozent
  • verschmutzter Pool: 10-20 Prozent

Wie Sie bei einem verpatzten Urlaub zu Ihrem Recht kommen – AK-Tipps im Überblick:

  • Recht auf Gewährleistung: Hotel, Pool, Strand etc. waren nicht so wie versprochen? Dann haben Sie Anspruch auf Gewährleistung. Der Reiseveranstalter muss für die im Katalog oder Prospekt zugesagten Leistungen einstehen.
  • Ansprüche sichern: Machen Sie Ihre Ansprüche sofort nach der Rückkehr Ihrer Reise mit einem eingeschriebenen Brief geltend. Beschreiben Sie die Mängel und fordern Sie eine angemessene Preisminderung.
  • Frankfurter Liste als Hilfe: Die Frankfurter Tabelle dient bei Pauschalreisen als Orientierungshilfe für Ansprüche auf Preisminderung. Darin finden sich die häufigsten Reisemängel und die dazugehörenden “Abschläge” – sie ist nicht verbindlich.
  • Bares ist Wahres: Bei Beschwerden sollte man sich nicht mit Gutscheinen abwimmeln lassen. Eine Preisminderung ist in bar zu gewähren.
  • Schadenersatz denkbar: Für entgangene Urlaubsfreude ist Schadenersatz möglich. Voraussetzung: zumindest erhebliche vom Reiseveranstalter verschuldete Mängel.
  • Beweise sichern: Mängel auch vor Ort beanstanden und immer dokumentieren (etwa Fotos, Videos, Zeugen).
  • Geld bei Flugverspätung: Hebt das Flugzeug mindestens zwei oder mehr Stunden später ab, haben Reisende Anspruch auf Mahlzeiten, Erfrischungen und wenn nötig auf ein Hotel. Bei einer Verspätung von drei oder mehr Stunden steht Passagieren eine Entschädigung zu.
  • Rücktritt bei Unruhen & Co: Wenn unvorhersehbare Ereignisse nach Vertragsabschluss passieren und eine Reise unmöglich oder unzumutbar wird, ist eine kostenfreie Stornierung möglich. Bei einer offiziellen Reisewarnung kann man kostenlos von der Reise zurücktreten. Am besten den Reiseveranstalter kontaktieren. Musterbrief, Frankfurter Tabelle und mehr Tipps finden sich unter wien.arbeiterkammer.at

(red)

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