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Unzufriedenheit mit den neuen Durchsagen der Wiener Linien

Nicht alle Fahrgäste sind mit den neuen Durchsagen der Wiener Linien zufrieden.
Nicht alle Fahrgäste sind mit den neuen Durchsagen der Wiener Linien zufrieden. ©Wiener Linien/ APA
Seit noch nicht einmal einer Woche sind in den U-Bahnen die neuen Durchsagen der Wiener Linien zu hören und schon häufen sich die Beschwerden: Sie seien zu leise, zum Teil länger als die Alten und die Aussprache der Sprecherin Angela Schneider wird zum Teil bemängelt. Eine ganz natürliche Reaktion der Fahrgäste auf eine Veränderung, heißt es von den Wiener Linien.
Neue Stimme erklingt seit 9. Dezember
So klingt Angela Schneider
Beschwerden über Wiener Linien

“Die Wiener und Wienerinnen sind mit der Stimme von Franz Kaida aufgewachsen – ich auch”, meint Wiener Linien-Sprecher Dominik Gries. Umfragen im Vorfeld hatten jedoch ergeben, dass diese Stimme von vielen Fahrgästen als unhöflich empfunden wurde und eine weibliche Stimme von der Mehrheit der Fahrgäste bevorzugt wird. Und diese durften letztlich auch aus zwei Stimmen wählen, rund 21.000 Personen nahmen am Online-Voting teil. Mit großem Abstand gewann Angela Schneider. An der Stimmer selbst wird auch nur wenig kritisiert, eher an der technischen Umsetzung und an der Formulierung der neuen Durchsagen.

Kritik an den neuen Durchsagen

Die Stimme klinge “unmenschlich” und “kalt”, erinnere an Apples Siri oder eine Übersetzung von Google – so einige Kommentare auf der Facebook-Seite der Wiener Linien. Angela Schneider ist bewusst geworden, wie wichtig den Wienern die Durchsagen in den öffentlichen Verkehrsmitteln sind. Die Kritik nimmt sie nicht persönlich – über Geschmack lässt sich nicht streiten. Größtes Problem der neuen Durchsagen in den ersten Tagen: Sie waren in vielen Fällen zu leise. Daran wurde aber bereits gearbeitet, was auch auf Facebook von Usern lobend erwähnt wird.

Man sammelt die Rückmeldungen der Fahrgäste und “vereinzelt” seien auch noch Änderung möglich, so Gries. Das Grundkonzept hingegen stehe und man stehe auch dahinter. Schließlich wurden monatelang Fahrgäste befragt und die Ergebnisse der Marktforschung nach den Wünschen der Fahrgäste umgesetzt worden. “Für uns ist das Projekt auch noch lange nicht abgeschlossen”, denn auch in den Bussen und Straßenbahnen muss noch eine Umstellung erfolgen.

Große Veränderung bei den Wiener Linien

Bei den neuen Durchsagen wurde folgende Frage zur Grundlage der Neugestaltung gewählt: “Wie können wir die, die es brauchen, informieren ohne die, die es nicht brauchen, zu nerven?”, erklärt Gries im Gespräch mit VIENNA.AT. Die Lösung aus Sicht der Wiener Linien: Kürzere Ansagen und ein neuer Signalton. Aber kürzer sind nicht alle Texte geworden: Aus “Zurückbleiben bitte” wurde beispielsweise “Steigen Sie bitte nicht mehr ein”. Die teils emotionalen Reaktionen auf die neuen Durchsagen der Wiener Linien zeigen nur, wie sehr die Öffis dem Wiener und der Wienerin ans Herz gewachsen seien, so der Unternehmenssprecher. Wie üblich halten sich die Fahrgäste bei Beschwerden nicht zurück: “Steigen Sie bitte nicht mehr ein” empfindet man als unhöflich, bei der Aufzählung der Umsteigemöglichkeiten glaubt man eher einen Punkt zu hören als einen Beistrich, die Pausen zwischen verschiedenen Durchsagen seien zu lang und die Aussprache der Zahlen (“vierzich” statt “vierzig”) gefällt nicht.

“Ich bin verwirrt, es piepst und bimmelt und dann sagt eine Stimme, ich soll einsteigen, wenn sich die Türen schließen”, fasst ein Fahrgast seinen Unmut zusammen. Sehr treffend dazu ein Zitat des deutschen Widerstandkämpfers Ewald von Kleist-Schmenzin: „Veränderung ist angenehm und der menschlichen Natur notwendig, wenn sie auch zum Schlimmeren führt.“
(SVA)

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