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Unwetter: Viele Bahnstrecken gesperrt

Der Sturm hindert die ÖBB derzeit an der Weiterfahrt über den Semmering.
Der Sturm hindert die ÖBB derzeit an der Weiterfahrt über den Semmering. ©APA/Roland Schlager
Montagabend gab es auf der Bahnstrecke am Semmering kein Weiterkommen. Grund dafür war die Sturmfront.

Auf der ÖBB-Strecke am Semmering gab es Montagabend vorübergehend kein Weiterkommen. Grund dafür war eine Sturmfront, die in der Nacht auf Dienstag von Süden her über Österreich zog.

Zug kollidierte mit umgeknickten Baum

Kurz nach 20.30 Uhr kollidierte zwischen Eichberg und Breitenstein in Niederösterreich ein Railjet, der von Villach nach Wien unterwegs war, mit einem umgeknickten Baum, berichtete ein Sprecher der ÖBB der APA.

Personen kamen dabei nicht zu Schaden. Über die Dauer der Streckenunterbrechung konnte man vorerst keine Angaben machen, die Züge würden die Sperre vorerst abwarten, hieß es bei den Österreichischen Bundesbahnen.

In der Obersteiermark waren in den Abendstunden zahlreiche Feuerwehren wegen des durchziehenden Unwetters im Einsatz. Straßen mussten von umgefallenen Bäumen geräumt werden, ein Baum fiel auf ein geparktes Auto, wegen eines weiteren umgestürzten Baumes kam es zu einem Autounfall mit einer leichtverletzten Person. Auch Dächer wurden durch die Sturmböen beschädigt.

Südbahnstrecke weiterhin unterbrochen

Die Südbahnstrecke am Semmering war am Dienstag aufgrund von Unwetterschäden weiterhin unterbrochen. Ein Railjet war abends bei Breitenstein (Bezirk Neunkirchen) mit einem umgeknickten Baum kollidiert, auch die Oberleitung wurde beschädigt. Die Sperre wird laut ÖBB-Sprecher Karl Leitner bis Mittag dauern. Zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag (Steiermark) war ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Betroffen waren rund 20 Züge. Eine Bahngarnitur nach Mailand wurde über Salzburg umgeleitet, die restlichen Verbindungen wurden im Schienenersatzverkehr abgewickelt. Für den Transport standen 20 große und zwei kleine Busse bereit. Fahrgäste wurden gebeten, mehr Reisezeit einzuplanen.

Der Railjet war von Villach nach Wien unterwegs gewesen, als er gegen 20.30 Uhr mit einem umgestürzten Baum zusammenstieß. Die Lok wurde dabei nicht beschädigt, hieß es von den ÖBB. Die Aufräumarbeiten mussten in der Nacht wegen des Sturms unterbrochen werden. Sie wurden in der Früh wieder aufgenommen.

Ein Schienenersatzverkehr wurde zwischen Bruck a.d.Mur und Wiener Neustadt bzw. Mürzzuschlag und Gloggnitz eingerichtet. Hier waren 22 Busse für Fahrgäste im Einsatz. Die Sperre sollte voraussichtlich bis in die Mittagsstunden andauern. “Grundsätzlich ist festzuhalten, dass es im gesamten ÖBB-Streckennetz zu Behinderungen im planmäßigen Bahnverkehr kommen kann. Wir ersuchen um Verständnis für die unwetterbedingten Fahrplanabweichungen”, hieß es seitens des Unternehmens.

Viele Strecken bleiben gesperrt

Das Hochwasser und die Orkanböen haben auch im ÖBB-Streckennetz ihre Spuren hinterlassen. Voraussichtlich den ganzen Dienstag bleiben die Bahnstrecken zwischen Spittal Millstättersee und Lienz, Lienz und San Candido sowie Faak am See und Ledenitzen gesperrt. Auf der Karawankenbahnstrecke sind schwere Sturmschäden zu beseitigen, bis der reguläre Bahnverkehr wieder aufgenommen werden kann.Wieder in Betrieb sind laut einer Aussendung der ÖBB die Strecken Klagenfurt – Weizelsdorf und die Tauernstrecke; letztere musste kurzzeitig wegen Überflutungen im Bereich von Lendorf gesperrt werden. Mit geringfügigen Verspätungen ist jedoch weiter zu rechnen. Die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs auf den unterbrochenen Strecken ist derzeit noch nicht absehbar und wird mindestens den ganzen Tag andauern.

Am Montag gegen 19.00 Uhr musste zusätzlich zum Bahnbetrieb auch der Verkehr der Postbusse in Osttirol weitgehend eingestellt werden. Sämtliche Schienenersatzverkehre in Osttirol konnten wegen Straßensperren nicht mehr verkehren. Ab 17.00 Uhr wurde zudem der Bahnverkehr aus Sicherheitsgründen im Drautal zwischen den Bahnhöfen Spittal/Millstättersee und Lienz (Osttirol) eingestellt und durch einen Schienenersatzverkehr ersetzt. Die Busse im Schienenersatzverkehr in Kärnten verkehren sobald die Drautalbundesstraße wieder passierbar ist. Der Bahnverkehr zwischen Lienz und San Candido/Innichen (Südtirol) wurde wegen einem Murenabgeng zwischen Thal und Abfaltersbach eingestellt; ein Schienenersatzverkehr war nicht möglich.

(APA/Red)

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