Unwetter in Österreich richten Schäden in Millionenhöhe an

Am Samstag kam es in Österreich zu schweren Unwettern.
Am Samstag kam es in Österreich zu schweren Unwettern. ©APA/Christoph Jaritz
Am Samstag kam es in Teilen Österreichs zu starken Unwettern die eine Spur der Verwüstung hinterließen. Betroffen sind vor allem das Burgenland, die Steiermark und Kärnten.
Unwetter in der Steiermark

Unwetter mit bis zu tennisballgroßen Hagelkörnern haben am Samstag eine Spur der Verwüstung durch das südliche Burgenland, die Steiermark und Kärnten gezogen. Dabei entstanden Schäden von drei Millionen Euro an landwirtschaftlichen Kulturen, teilte die Österreichische Hagelversicherung nach ersten Erhebungen am Abend mit. 12.000 Hektar mit Getreide, Mais, Soja, Kürbis oder Wein seien betroffen.

In der Steiermark seien die Bezirke Leibnitz, Hartberg-Fürstenfeld und Bruck-Mürzzuschlag betroffen, in Kärnten die Bezirke Feldkirchen und Klagenfurt und im Burgenland der Bezirk Oberwart. Die Unwetter zerstörten auch Grünland sowie Glas- und Folienhäuser.

Mehr als 1000-Feuerwehrkräfte in der Steiermark im Einsatz

In der Steiermark haben schwere Unwetter die Feuerwehren am Samstag bis in die Nacht beschäftigt. Wie Feuerwehrsprecher Christian Karner im ORF-Radio Ö3 berichtete, waren im ganzen Land "mehr als 1000 Feuerwehrkräfte im Einsatz". Besonders betroffen gewesen sei der Großraum Gnas (Bezirk Südoststeiermark), wo auch in der Nacht noch neun Feuerwehren mit Sicherungsarbeiten beschäftigt waren.

In Kleinlobming im Bezirk Murtal wurde durch das Unwetter gegen 18.15 Uhr eine Mure ausgelöst. Der Lobmingbach trat über die Ufer, dutzende Kubikmeter an Schlamm- und Geröllmassen setzten sich dabei in Bewegung und trafen schlussendlich auf den Keller eines Einfamilienhauses, wie ein Feuerwehrmann schilderte. Ein Bagger musste angefordert werden, um der tonnenschweren Geröllmassen Herr zu werden.

In Wartberg im Mürztal gingen zehn Wehren mit rund 200 Einsatzkräften von einer Übung am Sportplatz direkt in den Einsatz: Straßenunterführungen waren überflutet, Kellerräume mit Wasser voll und im Freßnitzgraben bei Krieglach ging eine Mure ab. Eine bei einer Fischerhütte befindliche Rollstuhlfahrerin saß fest. Erst durch den Einsatz eines Baggers der Marktgemeinde Krieglach und Hilfe durch die Feuerwehr Freßnitz konnte die Straße wieder freigeräumt werden: Die Frau gelangte unversehrt nach Hause.

In der Nacht auf Sonntag gab es keine Niederschläge mehr, für den Lauf des Sonntag seien jedoch weitere Unwetter zu erwarten.

(APA/Red)

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