Unterstützung für Georgien

Nach dem Machtwechsel in Georgien wollen die Vereinigten Staaten die Übergangsregierung in Tiflis mit einer Gruppe von US-Regierungsmitarbeitern unterstützen.

Das Team solle in der kommenden Woche in die ehemalige Sowjet-Republik reisen und mit der Interimsregierung darüber diskutieren, „wie wir ihnen bei der Vorbereitung der anstehenden Wahl und bei der Arbeit an anderen Themen (…) helfen können“, sagte US-Außenamtssprecher Richard Boucher am Dienstag (Ortszeit) in Washington.

„Wir werden die ganze Bandbreite der Beziehungen besprechen und wie wir ihnen dabei helfen können, sich zu einer Demokratie zu entwickeln.“ Wer sich an der Gruppe beteiligen und wer sie leiten wird, müsse noch „bestätigt“ werden. Die USA haben Georgien in den vergangenen zehn Jahren mit 1,3 Milliarden Dollar (rund 1,1 Milliarden Euro) unterstützt und sich an der Ausbildung der georgischen Armee beteiligt.

Russland drückte unterdessen sein Unbehagen über möglichen Fremdeinfluss in Georgien aus. „Es ist absolut offensichtlich, dass es Druck von außen gegeben hat und eine Einmischung in innere Angelegenheiten durch gewisse Länder“, sagte der russische Außenminister Igor Iwanow vor Journalisten in Kiew.

Boucher hatte am Vortag Vorwürfen widersprochen, die USA hätten den Rücktritt des georgischen Präsidenten Eduard Schewardnadse vorangetrieben. Die Georgier wählen am 4. Jänner einen neuen Präsidenten, nachdem Schewardnadse am Sonntag von seinem Amt zurückgetreten war.

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