Unterstützung von Schulärzten bei Corona-Impfungen

Bildungsminister Heinz Fassmann (ÖVP) bietet den Ländern Unterstützung bei der Corona-Impfung von Kindern durch Schulärzte.
Bildungsminister Heinz Fassmann (ÖVP) bietet den Ländern Unterstützung bei der Corona-Impfung von Kindern durch Schulärzte. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bietet am Freitag den Ländern Unterstützung bei der Corona-Impfung von jüngeren Kindern an. Diese soll durch rund 640 Schulärzte erfolgen.
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Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bietet den Ländern bei der Impfung von jüngeren Kindern die Unterstützung der rund 640 Bundesschulärztinnen und Bundesschulärzte an. In einem Brief an die Landeshauptleute verweist er auf die rechtliche Möglichkeit, die Schulärzte auch abseits ihrer Tätigkeit an Schulen für die Beratung und die Durchführung von Impfungen einzusetzen.

Faßmann bietet Unterstützung bei Impfungen durch Schulärzte an

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat am Donnerstag Grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von BioNTech und Pfizer bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren gegeben. Damit kann diese Altersgruppe lege artis eine Impfung gegen Covid-19 erhalten - bisher war dies nur über eine Off-Label-Anwendung möglich.

Bundesländer hätten schon wichtige Vorarbeiten geleistet

Die Bundesländer hätten schon wichtige Vorarbeiten geleistet und zum Teil auch schon mit Impfungen für die jüngere Altersgruppe begonnen, heißt es in dem Schreiben Faßmanns. Die Durchführung von Impfungen und die Impfberatung gehöre laut Schulunterrichtsgesetz zu den Tätigkeiten von Schulärztinnen und Schulärzten, ebenso wie die Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Zusätzlich können aber die Landeshauptleute auf Grundlage der Schulärzte-Verordnung die Schulärztinnen und Schulärzte auch mit der Durchführung von Impfungen im Rahmen des gemeinsamen kostenfreien Impfprogramms des Bundes beauftragen.

Erstattung der Kosten durch das Gesundheitsministerium möglich

Die Bildungsdirektionen würden bei der Abwicklung von Verträgen und Vereinbarungen mit den Ärzten unterstützen, so der Minister. Wenn ein Einsatz über die bestehenden Dienst- und Vertragsverhältnisse hinaus nötig sein sollte, könnten die Kosten durch das Gesundheitsministerium erstattet werden.

Die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) sprach sich indes in einer Aussendung am Freitag "nach Sichtung der bisher vorliegenden Unterlagen für die COVID-19-Impfung auch in der Altersgruppe fünf bis elf Jahre aus". Diese gelte insbesondere "bei entsprechender Risikokonstellation". Impfungen in dieser Altersgruppe sollten jedoch freiwillig bleiben und ungeimpfte Kinder sollten in der Teilnahme am öffentlichen Leben nicht benachteiligt werden, unterstrich das Gremium.

(APA/Red)

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