Unterbrechung wegen "störender Nebengeräusche"

Ausnahmsweise war es nicht Helmut Elsner, der mit plötzlichem Unwohlbefinden oder dringend benötigter Sauerstoffzufuhr kurzfristig für eine nicht geplante Pause im Prozess sorgte.

Ein Hubschrauber, der mit entsprechenden akustischen Begleiterscheinungen in unmittelbarer Nähe des Straflandesgerichts landete, erzwang eine mehrminütige Verhandlungsunterbrechung.

Bei dem „Störenfried“ soll es sich um einen Christophorus-Notarzthubschrauber gehandelt haben, hieß es Mittwochmittag im Grauen Haus. In Folge des Lärms war der grundsätzlich oft recht undeutlich sprechende Wolfgang Flöttl im Großen Schwurgerichtssaal überhaupt nicht mehr zu verstehen, worauf die vorsitzende Richterin eine Pause bis zum Ende des Hubschraubereinsatzes anordnete.

Danach wurden die Englischkenntnisse von Johann Zwettler „abgeprüft“. Einer der so genannten „Pariser Verträge“ wurde von einem Beamten des Bundeskriminalamts mit technischen Hilfsmitteln auf eine Leinwand projiziert, der ehemalige BAWAG-Generaldirektor um die Übersetzung des englischen Vertragstextes gebeten, „weil es wichtig ist zu sehen, ob Sie das alles verstanden haben“, wie die Richterin begründete.

Wie sich zeigte, war Zwettler der ihm gestellten Aufgabe durchaus gewachsen. „Sie können’s eigentlich ganz gut“, befand die Richterin. Sogar Wolfgang Flöttl fand ein Mal lobende Worte für einen ehemaligen BAWAG-Vorstand: „Ich würde gern so gut Französisch sprechen, wie er Englisch spricht.“

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