Unsicherheit macht sich breit

Wettskandal in Bregenz macht viele der Spieler nachdenklich. Von Vorfreude auf die Meisterschaft keine Spur, vielmehr unsichere Mienen, Geflüster und viele offene Fragen in der Bregenzer Spielerkabine.

“Ich bin völlig von den Socken, habe erst gedacht, es handelt sich um einen Faschingsscherz in der Zeitung“, beschrieb Sepp Pircher, Sportlicher Leiter, die allgemeine Ratlosigkeit. Wie Pircher hatten auch die Spieler durch die “VN“ von den möglichen Verstrickungen im deutschen Wettskandal erfahren. “Wie sollen wir uns auf die Saison vorbereiten und nicht solchen Anschuldigungen nachsinnen“, sieht SW-Kapitän “Jeff“ Geiger durchaus Gefahren bezüglich der Frühjahrsrunde. “Vielleicht wäre es sogar besser, es gibt einen großen Knall. Denn wird nun vielleicht jeder Fehler hinterfragt, werden Schuldige gesucht und so Verdachtsmomente konstruiert.“

Diese machen auch von Ex-Trainer Regi van Acker nicht Halt, zumal sein Abgang zeitlich mit dem Wettskandal zusammenfiel. “Ich spiele weder im Casino noch zu Hause Karten – und darüber bin ich froh. Wenn das stimmt, dass Spieler Gelder geboten wurden, um Spiele zu manipulieren, dann ist das ein Wahnsinn. Für mich aber unvorstellbar, sonst hätte ich ja jeden Fehler hinterfragen müssen.“

Wie der Belgier, so weist auch der Rest der Mannschaft die Betrugsvorwürfe in Richtung Bregenz, die Schiedsrichter Hoyzer laut “Spiegel Online“ gegenüber der Staatsanwaltschaft getätigt haben soll, von sich. Eine gewisse Unsicherheit ist aber spürbar, fast scheint, als wäre der bislang so oft gelobte Zusammenhalt in der Mannschaft in Gefahr.

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