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UNO: Keine Massenvernichtungswaffen im Irak

Der Irak verfügte nach Ansicht von UNO-Experten schon vor zehn Jahren nicht mehr über funktionierende Massenvernichtungs-waffen. Alte Bestände seien schon zuvor abgebaut worden.

Das geht nach Angaben von Diplomaten vom Dienstag aus dem jüngsten Bericht der UNO-Waffenkontrollkommission UNMOVIC hervor. Eine angebliche akute Bedrohung durch irakische Massenvernichtungswaffen hatten die USA und Großbritannien vor einem Jahr als Grund für ihren Krieg gegen den Irak angegeben.

Der Bericht für den UNO-Sicherheitsrat, der in Kürze veröffentlicht werden soll, stützt sich auf die weitere Auswertung von Informationen, die UNMOVIC sowie die Vorgängerorganisation UNSCOM in mehr als sieben Jahren im Irak gesammelt haben. Zugleich wurden Erkenntnisse berücksichtigt, die amerikanische Waffensucher unter Leitung des US-Experten David Kay nach dem Sturz Saddam Husseins zusammentrugen. Kay hatte Ende vergangenen Jahres vor seinem Rücktritt berichtet, der Irak habe zwar noch Programme für Massenvernichtungswaffen besessen, jedoch seien keine derartigen Waffen auffindbar gewesen.

Die UNO-Inspektoren hatten vor dem Beginn des Irakkrieges mehrfach erklärt, dass sie keine Massenvernichtungswaffen gefunden hätten, dass Bagdad jedoch noch keine vollständige Rechenschaft über Bestände gegeben habe, über die es 1991 noch verfügt habe. Nach Einschätzung der UNO-Experten hat der Irak diese Arsenale jedoch abgebaut. Zum größten Teil sei dies unter Kontrolle der UNO erfolgt.

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