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Unis sind nicht nur Studiengebühr

Die Koalitionsverhandler von ÖVP und SPÖ dürfen nach Ansicht der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) das Universitäts-Thema nicht nur auf die Frage der Studiengebühren reduzieren.

Thema müsse auch eine Reform des Universitätsgesetzes (UG), eine Stipendienerhöhung, die Wiedereinführung der Direktwahl des Studentenparlaments sowie das passive Wahlrecht für ausländische Studenten und eine effizientere Frauenförderung sein, forderten die ÖH-Vorsitzenden Barbara Blaha und Lina Anna Spielbauer am Dienstag im APA-Gespräch. Bei den Studiengebühren glaubt Blaha (Verband Sozialistischer StudentInnen/VSStÖ) nicht daran, dass es bei der Verhandlungsrunde morgen, Mittwoch, zum Thema Bildung eine Einigung geben wird: „Das werden sie auf die lange Bank schieben und sich bis zum Schluss aufheben.”

Bedenklich findet Blaha, dass bis jetzt abgesehen von den Gebühren zum Thema Universitäten kaum etwas zu hören gewesen sei. Nötig wäre allerdings eine Reform des Universitätsgesetzes (UG) mit einer Rückverlagerung von Kompetenzen vom Universitätsrat in den Senat sowie die Einführung der Drittelparität zwischen Studenten, Professoren und Mittelbau in den universitären Gremien. Außerdem verlangt die ÖH die Rückkehr zur Direktwahl des österreichweiten Studentenparlaments und das passive Wahlrecht für ausländische Studenten.

Bei den Stipendien fordert Blaha mindestens eine Erhöhung um 20 Prozent, um die durch die Nichtanpassung der vergangenen Jahre entstandenen Real-Verluste wieder auszugleichen. Außerdem müsse es einen „ehrlicheren Umgang” mit der Stipendienhöhe geben: Derzeit werde vom Höchststipendium noch die Studienbeihilfe abgezogen. Künftig sollten monatlich 800 Euro durch Beihilfen insgesamt abgedeckt werden – also etwa 600 Euro durch das Stipendium alleine und 200 Euro durch die Familienbeihilfe. Auch die Bezugskriterien sollen sich ändern: Statt des Einkommens der Eltern und dem Studienerfolg sollen künftig nur das eigene Einkommen und der Studienerfolg darüber entscheiden, ob man eine Beihilfe bekommt bzw. wie hoch diese ist.

Spielbauer (Grüne und Alternative StudentInnen/GRAS) wünscht sich eine effizientere Frauenförderung: Unis sollen nicht nur belohnt werden, wenn sie konkrete Maßnahmen setzen, sondern auch bestraft werden, wenn sie dies nicht tun. Komplett abschaffen will Spielbauer die Zugangsbeschränkungen in acht Fächern – also auch jene in Medizin. Außerdem wünscht sich die ÖH ein eigenes Wissenschaftsministerium und die Einführung der Gesamtschule: „Die Akademiker verlieren wir nicht erst beim Uni-Zugang, sondern schon viel früher.”

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