Uni Wien erhöht Druck auf die Audimax-Besetzer

Rektor Georg Winckler macht Druck auf die Audimax-Besetzer
Rektor Georg Winckler macht Druck auf die Audimax-Besetzer ©APA (Archiv)
Die Leitung der Universität Wien erhöht den Druck auf die Besetzer des Audimax. Einerseits bot Rektor Georg Winckler im Gegenzug für eine Räumung der besetzten Hörsäle "Kommunikationsräumlichkeiten" unter Verantwortung der Hochschülerschaft (ÖH) an - gleichzeitig machte er gegenüber der APA klar, dass "sich die Lage zugespitzt hat": In den besetzten Hörsälen würden Sicherheitsprobleme auftreten, die Uni sei auch nicht bereit, täglich 20.000 bis 25.000 Euro für die Anmietung von Sälen auf den Tisch zu legen.
Rektor Winckler im Audimax
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Die Ersatzräumlichkeiten für die Besetzer liegen im Hauptgebäude der Uni. Der Wunsch nach Kommunikationsräumlichkeiten für die Studenten liege schon lange auf dem Tisch, so Winckler – allerdings müsse die ÖH die Verantwortung dafür tragen. “Wir brauchen einen Ansprechpartner. Im Moment wissen wir ja nicht, welche Personen das sind”, so Winckler. Von den 330.000 Quadratmetern Nutzfläche der Uni verwalte die ÖH bereits jetzt 2.500 bis 3.000 Quadratmeter. In der lehrveranstaltungsfreien Zeit könnten außerdem die großen Hörsäle für Veranstaltungen genutzt werden.

Das Angebot der Uni-Leitung steht jedenfalls bis zum für Freitag Abend angekündigten Plenum der Besetzer. Wenn die Hörsäle am Wochenende freigegeben würden, könne der Lehrbetrieb vermutlich noch vor Weihnachten, jedenfalls aber sofort nachher wieder aufgenommen werden.”Wir werden die Inhalte noch da und dort präzisieren, aber ich gehe davon aus, dass sie jetzt eine Entscheidung zu treffen haben”, meinte Winckler. Er könne es nicht tolerieren, dass die Hörsäle weiter für Besetzungen verwendet werden, Es würden immer mehr Sicherheitsprobleme auftreten: So sei ein Journalist der “Neuen Zürcher Zeitung” tätlich angegriffen worden, außerdem seien die Feuermeldegeräte wegen des vielen Zigarettenrauchs außer Betrieb gesetzt worden, dazu komme noch das Obdachlosenproblem.

Der Weg der Universität, auf Verhandlungen und eine politische Lösung zu setzen, sei richtig gewesen, betonte Winckler. Eine behördliche Räumung sei nicht so einfach.

“Ich verhehle aber nicht, dass jetzt genügend Dialog und Bewegung von Seiten der Uni vorhanden war”, so Winckler. Jetzt müsse gehandelt werden – die Besetzung könne “kein Dauerzustand” sein. Bei einem Tagesaufwand von bis zu 25.000 Euro für Ersatzräumlichkeiten habe die Bevölkerung zu Recht kein Verständnis mehr. “Wenn die Besetzungen aufrechterhalten werden, schadet ihr euren eigenen Anliegen, und die Uni hat auch einen Schaden”, meinte Winckler in Richtung der Besetzer.

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