Uni-Räte: Regierung schafft "Halbe-Halbe"

Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) und Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) haben sich auf die 58 Mitglieder umfassende Liste der von der Regierung zu bestellenden Räte geeinigt.

Den Großteil der neuen Uni-Räte der Regierung machen Vertreter aus der Wirtschaft (38 Prozent) aus, gefolgt von Wissenschaft (34 Prozent), Kultur und öffentlichen Institutionen (je 14 Prozent). Darunter finden sich auch prominente Namen wie Ex-Vizekanzler Erhard Busek (Medizin-Uni Wien), Casino-Austria-Generaldirektor Karl Stoss (Uni Wien), Ex-Siemens-Chef Albert Hochleitner (TU Wien), Ex-Tiergarten-Schönbrunn-Direktor Helmut Pechlaner (Veterinärmedizinische Universität), Ex-ORF-Chefin Monika Lindner, Post-Generalsekretärin Viktoria Kickinger (beide WU Wien) und die Wiener Wirtschaftskammer-Chefin Brigitte Jank (Angewandte).

Der Universitätsrat ist in etwa mit dem Aufsichtsrat eines Unternehmens vergleichbar. Er besteht aus (je nach Uni unterschiedlich) fünf, sieben oder neun weisungsfreien Mitgliedern, wobei zwei/drei/vier vom Senat gewählt und zwei/drei/vier von der Regierung bestimmt werden. Diese Personen wählen ein weiteres Mitglied. Die Funktionsperiode dauert fünf Jahre. Die Mitglieder dürfen keine Angehörigen der betreffenden Uni und keine aktiven Politiker sein.

 

Im Anschluss die Universitätsräte für die Anfang März beginnende Funktionsperiode 2008 bis 2013. Bisher nicht im jeweiligen Rat vertretene Personen werden in Klammer mit dem Zusatz “neu” gekennzeichnet. Von den Senaten bestellte Mitglieder sind in Normalschrift, von der Regierung bestellte in BLOCKBUCHSTABEN festgehalten.

Jeder Senat kann zwei, drei oder vier Personen in den Uni-Rat entsenden, die Regierung nominiert dazu pro Uni eine gleich große Anzahl an Rats-Mitgliedern. Alle Rats-Mitglieder einer Uni küren dann zusammen noch eine weitere Person – insgesamt sitzen am Ende also fünf, sieben oder neun Leute im Universitätsrat.

UNI WIEN: Marlis Dürkop-Leptihn (neu) , Reinhold R. Grimm, Wilfried Van Gunsteren, Gertrude Tumpel-Gugerell, BRIGITTE BIRNBAUM, HELGA RÜBSAMEN-WAIGMANN, DWORA STEIN (neu), KARL STOSS

MEDUNI WIEN: Rudi Klausnitzer (neu), Johannes Strohmayer, ELISABETH HAGEN (neu), ERHARD BUSEK (neu)

WU: Brigitte Jilka (neu), Klaus Liebscher, VIKTORIA KICKINGER (neu), MONIKA LINDNER

TU Wien (sieben statt bisher fünf Mitglieder): Gabriele Zuna-Kratky (neu), Anke Pyzalla (neu), Siegfried Sellitsch, JOHANNES KHINAST (neu), HANNELORE SEXL (neu), ALBERT HOCHLEITNER

BOKU: Hartmut Kahlert, Norbert Roszenich, Karin Büchl-Krammerstätter, JOHANN MARIHART, FATIMA FERREIRA-BRIZA (neu), SABINE HERLITSCHKA (neu)

VETERINÄRMEDIZINISCHE UNIVERSITÄT WIEN: Erika Jensen-Jarolim (neu), Bernhard Url (neu), HELMUT PECHLANER, SONJA HAMMERSCHMIED (neu)

MUSIKUNI WIEN: Karl Blüml, Johann Hallwirth, HAIDE TENNER (neu), VERONIKA KAUP-HASLER (neu)

UNIVERSITÄT FÜR ANGEWANDTE KUNST: Robert Schächter, Rudolf Siegle, BRIGITTE JANK (neu), HANNAH RIEGER (neu)

AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE: Stephan Dillemuth, Silvia Eiblmayer, Katharina Sieverding (alle neu), INGE SCHOLZ-STRASSER, ALFRED BROGYANYI, INGRIED BRUGGER (neu)

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