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Uni: Quotenregelung auch für Psychologie und Tiermedizin

©APA
Künftig gilt auch für die Studien "Psychologie" und "Veterinärmedizin" die Quotenregelung, wonach 75 % der Studienplätze für Österreicher, 20 % für EU-Bürger und 5 % für Nicht-EU-Bürger reserviert sind. Bisher galt diese nur für Human- und Zahnmedizin.

Die Auswirkungen der kurz vor der Nationalratswahl beschlossenen Novelle zum Universitätsgesetz werden erst nach und nach klar. Bisher konnte der Wissenschaftsminister eine Quotenregelung für sechs Studien per Verordnung festlegen. Dabei handelt es sich um jene Studien, für die Zustandsbeschränkungen erlaubt wurden (Human- und Zahnmedizin, Psychologie, Veterinärmedizin, Betriebswirtschaft und Publizistik). Dazu musste allerdings für jedes Studium einzeln geprüft werden, ob eine Quotenregelung berechtigt ist.

Gravierende Auswirkungen

Nach der neuen gesetzlichen Regelung gibt es diese Verordnungs-Ermächtigung nicht mehr, die Quote wurde aber im Gesetz festgeschrieben – und zwar für Human- und Zahnmedizin, Psychologie und Veterinärmedizin. Dies gilt ab dem Wintersemester 2009.

Das wird in Psychologie und Veterinärmedizin gravierende Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Studienanfänger haben. So gingen im laufenden Wintersemester etwa an der Uni Salzburg, wo es Aufnahmeprüfungen für Psychologie gibt, von den 246 zur Verfügung stehenden Studienplätze 71 Prozent an deutsche Studenten – künftig dürfen nur mehr 20 Prozent aus der EU kommen. Ähnlich die Situation an der Veterinärmedizinischen Universität Wien: Dort wurden heuer 38 Prozent der insgesamt 283 Studienplätze nach dem Bewerbungsverfahren von Deutschen belegt.

Lässt das die EU-Kommission durchgehen?

Gegenüber der EU-Kommission wurde die Quotenregelung in Medizin damit argumentiert, dass diese nur im Bedarfsfall per Verordnung verhängt wird. Und zwar nur, wenn es unbedingt notwendig ist und der Bedarf durch Fakten belegt ist. Nun ist die Quotenregelung gesetzlich fixiert. Ob die Kommission dieses Argument nachvollziehen kann, wird sich zeigen.

Konkret heißt es nun im UG: “In den Studien Human- und Zahnmedizin, den Veterinärmedizinischen Studien und Psychologie ist das Recht auf Bildung und den Zugang zur Hochschulbildung der Inhaberinnen und Inhaber in Österreich ausgestellter Reifezeugnisse durch erhöhten Zustrom von Inhaberinnen und Inhabern nicht in Österreich ausgestellter Reifezeugnisse stark beschränkt und die öffentliche Gesundheit einschließlich der Wahrung einer ausgewogenen, allen zugänglichen und auf hohem Niveau stehenden ärztlichen Versorgung der Bevölkerung beeinträchtigt.”

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