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Ungewöhnliche Kälte: Frühling lässt weiter auf sich warten

Auch in den nächsten Tagen wird das Wetter eher ungemütlich.
Auch in den nächsten Tagen wird das Wetter eher ungemütlich. ©APA/Helmut Fohringer (Themenbild)
Ein solcher massiver Kälteeinbruch wie am Wochenende, verzeichneten die Meteorologen zuletzt vor 18 Jahren. Auch die nächsten Tage bleiben ungemütlich.

Ein massiver Kaltlufteinbruch hat am Wochenende Neuschnee unterhalb von 800 Meter Seehöhe gebracht. Kälteeinbrüche im Mai kommen zwar immer wieder vor, ein derartig großflächiges Phänomen verzeichneten die Meteorologen aber zuletzt vor 18 Jahren. Ungewöhnlich waren auch die tiefen Temperaturen, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

So kalt war es im Mai zuletzt 1991

“Ein paar Tage mit Neuschnee gibt es im Mai unterhalb von 1.000 Meter Seehöhe durchschnittlich etwa alle drei bis fünf Jahre”, sagte Alexander Orlik von der ZAMG. Unterhalb von 800 Meter Seehöhe ist Neuschnee im Mai aber schon deutlich seltener und kommt statistisch gesehen nur “ungefähr alle sieben bis zehn Jahre vor.” Am Montag in der Früh lagen zum Beispiel in St. Johann im Pongau zwei Zentimeter Schnee, auf 634 Meter Seehöhe.

Ungewöhnlich war auch die Kälte. Am Sonntag lag die Nachmittagstemperatur an rund 90 Messstationen unter sechs Grad. “So verbreitet so kalt war es in einem Mai zuletzt in den Jahren 1991, 1989, 1982, 1980 und 1979”, sagte Orlik. “Vor den 1990er-Jahren waren derartige Kaltlufteinbrüche deutlich häufiger als in den vergangenen Jahren. Denn der Mai ist, wie alle anderen Monate, in den letzten Jahrzehnten deutlich wärmer geworden”, meinte der Klimatologe.

Leichter Frost in den kommenden Tagen möglich

Auch die nächsten Tage bleiben ungemütlich: Der Dienstag startet kalt und vor allem im Westen und Süden ist auch leichter Frost möglich. Am Nachmittag hat es dann zwischen zehn und 16 Grad. Außerdem bleibt es trocken und in vielen Regionen zeigt sich zumindest zeitweise auch die Sonne.

Am Mittwoch wird es in der Früh wieder kalt und besonders in einigen Tälern auch frostig. Am Nachmittag erreichen die Temperaturen zwischen 13 und 21 Grad. Im Großteil Österreichs ist es am Mittwoch einigermaßen sonnig, besonders im Norden und Osten. Von Vorarlberg bis Oberkärnten ziehen im Laufe des Tages Wolken auf und bringen spätestens gegen Abend auch Regen. Die Schneefallgrenze liegt bei 2.000 Meter.

Am Donnerstag und Freitag ist es dann wechselhaft mit Sonne, Wolken und Schauern. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1.400 und 2.000 Meter. Es ist für Mai wieder etwas zu kalt, mit Höchstwerten zwischen 13 und 20 Grad. Die Entwicklung für das Wochenende ist noch sehr unsicher. “Nach einer sonnigen und sehr warmen Wetterlage sieht es derzeit aber nicht aus”, hieß es seitens der ZAMG.

Kälteeinbruch brachte Windstromrekord

Der Kälteeinbruch hat der Windstromerzeugung einen Rekord gebracht: Am Sonntag konnte die Windkraft erstmals 46 Prozent des heimischen Stromverbrauchs decken. “Das ist die höchste je in Österreich gemessene Windstromerzeugung an einem Tag”, sagte Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft in einer Aussendung.

Damit die Stromversorgung über das ganze Jahr zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie gedeckt werden könne, “ist eine zielstrebige und ambitionierte Politik gefragt”. “Die Windbranche wartet nach wie vor auf das ‘Go’ der Politik für 200 fertig genehmigte Windräder und einen funktionstüchtigen Entwurf für das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz”, meinte Moidl.

1.300 Windräder österreichweit

Über das Jahr gesehen können die mehr als 1.300 österreichischen Windräder mit einer Strommenge von rund sieben Milliarden Kilowattstunden elf Prozent der heimischen Stromversorgung decken. “Bis 2030 könnte die Windkraft mit passenden Rahmenbedingungen mit 22,5 Milliarden Kilowattstunden sauberen Windstrom sogar 26 Prozent der heimischen Stromversorgung bereitstellen”, sagte Moidl.

(APA/Red)

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