Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Ungeklärte Todesfälle: Mögliches drittes Opfer

Nach zwei Exhumierungen wurde in Sachen ungeklärte Todesfälle jetzt ein eventuelles drittes Opfer bekannt
Nach zwei Exhumierungen wurde in Sachen ungeklärte Todesfälle jetzt ein eventuelles drittes Opfer bekannt ©APA/ANDREAS PESSENLEHNER
Wende im Kriminalfall um zwei ungeklärte Todesfälle in Wien und Krems: Jetzt wurde durch eine bislang unbekannte Zeugin ein mögliches drittes Opfer bekannt.
Schleichender Arsen-Tod
Exhumierung in Gumpoldskirchen
Zweite Exhumierung vorgenommen
Mysteriöse Todesfälle

Die Staatsanwaltschaft Krems bestätigte am Freitag, dass am Nachmittag des Donnerstag, 12. April, eine Zeugin ausgesagt habe, dass auch eine Frau, die mit der mordverdächtigen Polin Bogumila W. (51) in Kontakt gestanden sei, durch diese ums Leben gekommen sein könnte. Das berichtete die Tageszeitung Kurier.

Aussage wurde noch nicht überprüft

Man müsse diese Aussage erstprüfen , betonte Behördensprecher Franz Hütter auf Anfrage. Bisher sei das mögliche dritte Opfer nämlich noch nicht einmal identifiziert. Laut der Zeugin soll der 68-jährige Wiener Herbert A., der von der Polin schleichend mit Arsen vergiftet worden sein soll, seine “Pflegerin” über Monate hinweg regelmäßig zu einer alten Dame gebracht haben, die ebenfalls von der 51-Jährigen betreut worden sein dürfte. Diese sei dann plötzlich gestorben und Bogumila W. habe ihren ganzen Schmuck geerbt, so die Zeugi. Die Überprüfung dieser Anschuldigungen werde einige Tage in Anspruch nehmen, sagte Hütter.

Ungeklärte Todesfälle: Auch Sohn unter Verdacht

Bestätigt wurde auch, dass der wegen vermögensrechtlicher Delikte im Verdacht stehende Sohn der Polin noch am Freitag einvernommen werden dürfte. Er soll Geld vom Konto von Herbert A. behoben haben. Diese Anschuldigung könne man aber laut seinem Anwalt Timo Gerersdorfer “schnell aufklären”: Der 28-Jährige habe auf Wunsch des Mannes am Grab von dessen verstorbener Frau Arbeiten durchgeführt und sei dafür auch bezahlt worden. Dafür gebe es eine entsprechende Rechnung.

Keine Zweifel an längerer U-Haft

Ob die Verdächtige weiterhin in Krems in U-Haft bleibt, dürfte sich erst am frühen Nachmittag entscheiden. Die Anklagebehörde hat aber keine Zweifel an einer Verlängerung.

Ungeklärte Todesfälle – war es Mord?

Die Polin wird beschuldigt, als Pflegerin den 68-jährigen Wiener Herbert A. schleichend mit Arsen und den Niederösterreicher Alois F. (62) mit einem pflanzlichen Gift getötet zu haben, um an deren Vermögen zu gelangen. Die Männer starben im Oktober 2010 bzw. im Februar 2011. Bei einer Untersuchung wurde schließlich eine um ein Vielfaches erhöhte Giftkonzentration im Körper festgestellt. Um etwas Licht in die ungeklärten Todesfälle zu bringen, wurden beide Männer schließlich exhumiert und werden momentan von Experten untersucht.

U-Haft verlängert

Die Verdächtige Bogumila W. (51) bleibt weiterhin in Untersuchungshaft. Bei der Haftprüfung am Landesgericht Krems am Freitag, 13. April, wurde eine Verlängerung um einen Monat entschieden. Die nächste Haftverhandlung zu den ungeklärten Todesfällen findet damit am 13. Mai statt. (APA)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Ungeklärte Todesfälle: Mögliches drittes Opfer
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen