Unfälle mit Fahrerflucht: Fünf Menschen starben 2010

Unfälle können vermieden werden, sind Autofahrer weniger schnell unterwegs.
Unfälle können vermieden werden, sind Autofahrer weniger schnell unterwegs. ©Bilderbox
Wer Fahrerflucht begeht und Verletzte in Stich lässt, muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen: Bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe können drohen

Fünf Menschen haben im Jahr 2010 bei Verkehrsunfällen mit Fahrerflucht ihr Leben verloren. Das geht aus der vorläufigen Statistik des Innenministeriums hervor. Jeweils ein Todesopfer gab es in Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Wien. Autofahrern, die sich nicht um ihre Unfallopfer kümmern und flüchten, droht ein Jahr Haft.

Im Jahr 2009 ereigneten sich 1.830 Unfälle mit Fahrerflucht, zwölf Menschen wurden dabei getötet und 2.081 verletzt, davon 250 Personen schwer. Laut Statistik Austria gab es die meisten derartigen Unfälle in Wien (353), gefolgt von der Steiermark (319), Oberösterreich (296), Niederösterreich (254), Tirol (180), Kärnten (174), Salzburg (150), Vorarlberg (74) und Burgenland (30)

Unfallstelle absichern und Hilfe holen

Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) ist jeder, der in einen Unfall verwickelt wird, verpflichtet anzuhalten, die Unfallstelle abzusichern und Hilfe zu holen. Das trifft ganz besonders auf den Verursacher zu. Wer Fahrerflucht begeht und Verletzte in Stich lässt, muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, sagte ÖAMTC-Jurist Andreas Achrainer. Das kann bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe bedeuten oder entsprechende Geldstrafen nach sich ziehen.

Die meisten fahrerflüchtigen Lenker sind männlich. Sie agieren meistens unter Schock oder weil sie etwas zu verbergen haben – etwa, dass sie alkoholisiert sind oder keinen Führerschein besitzen, erklärte ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Sie erinnerte daran, bei Unfällen auf der Autobahn das Fahrzeug nicht auf der Fahrbahnseite zu verlassen, niemals ohne Warnweste auszusteigen und so weit weg von der Fahrbahn wie möglich – hinter Leitschienen etc. – auf Hilfe zu warten.

Der VCÖ gab zu bedenken, dass sich bei Glatteis der Anhalteweg je nach Geschwindigkeit um das Fünf- bis Siebenfache verlängert. Unfälle wären zu vermeiden, wenn Autofahrer weniger schnell unterwegs wären.

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