Und in der Mitte, da sind wir - Trailer und Kritik zum Film

Im Mai 2009 kam es in Ebensee zu einer rechtsradikalen Störaktion von Jugendlichen während einer KZ-Gedenkfeier. Alle Spielzeiten auf einen Blick

In seiner Doku “Und in der Mitte, da sind wir” porträtiert Sebastian Brameshuber in seinem zweiten abendfüllenden Dokumentarfilm die jugendlichen Lebenswelten in dem Ort. Am Freitag kommt der Film, der heuer im Panorama der Berlinale lief, in die heimischen Kinos.

Und in der Mitte, da sind wir: Geschichte

Brameshuber hat für seinen Film drei Jugendliche ein Jahr lang begleitet und den komplizierten Prozess zwischen Selbstfindung und Persönlichkeitsbildung, “zwischen Brauchtum und McDonald’s”, wie es im Programmtext heißt, eingefangen. Er lässt seine drei Protagonisten reden, hakt hin und wieder auch selber nach, und er hinterfragt auch bei deren Eltern den Umgang mit der NS-Zeit und ihre Haltung zur Gedenkkultur.

Und in der Mitte, da sind wir: Kritik

War die Störaktion nun ein Lausbubenstreich oder Wiederbetätigung? Während sich die internationale Presse einig war, trifft Brameshuber mit seinen Fragen in Ebensee auf eine abwehrende Haltung. Mit dem Gedenken müsse es auch einmal vorbei sein, heißt es etwa einmal, man solle sich doch besser den heutigen Verbrechen wie der grassierenden Korruption widmen.

Und für die Jugendlichen ist der KZ-Friedhof schlichtweg “fad – da kennt man ja schon alles”. Brameshubers Doku sagt teils mehr über die Befindlichkeiten dieses Landes aus, als es dem Zuseher lieb wäre – und das mit einem nüchternen, klaren und undidaktischen Blick auf Augenhöhe.

(APA)

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