UN-Sicherheitsrat verurteilt Anschlag in Kabul

Der Weltsicherheitsrat und UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon haben den neuerlichen Selbstmordanschlag in Afghanistan schärfstens verurteilt. Zugleich verlängerte das höchste UNO-Gremium einstimmig das Mandat für die Internationale Schutztruppe (ISAF) in Afghanistan. Damit können die NATO-geführten Kräfte zunächst bis Mitte Oktober 2010 weiter im Land bleiben.

Die Täter, Drahtzieher und Geldgeber dieses “verwerflichen Terrorakts” müssten zur Verantwortung gezogen werden, forderte der Sicherheitsrat am Donnerstag in New York einmütig. Ban sprach von einer “sinnlosen Attacke” und äußerte sein tiefstes Beileid für die Angehörigen.

Die 15 Ratsmitglieder erklärten, sie seien sehr besorgt über die Bedrohung, die Taliban, El Kaida und andere illegal bewaffnete Gruppen für die Bevölkerung und alle internationalen Kräfte im Land darstellten. “Kein terroristischer Akt kann den Weg zu Frieden, Demokratie und Wiederaufbau in Afghanistan umkehren”, hieß es.

Der Rat forderte, die ISAF-Truppe weiter zu stärken. “In diesem Sinn ruft der Sicherheitsrat die Mitgliedsstaaten auf, der ISAF Personal, Ausrüstung und andere Ressourcen zur Verfügung zu stellen”, hieß es. Konkrete Zahlen zur Truppenstärke werden in der Resolution nicht genannt.

Die USA und andere Länder überdenken derzeit ihren Einsatz in Afghanistan. Der US- und NATO-Oberbefehlshaber General Stanley McChrystal hatte kürzlich 40.000 zusätzliche Soldaten gefordert.

An dem Einsatz sind derzeit 42 Nationen mit mehr als 60.000 Soldaten beteiligt. Die Vereinigten Staaten stellen rund 29.000 Mann, Großbritannien gut 8.000 Mann und Deutschland knapp 4.000. Die im Jahr 2001 eingesetzte Truppe hat die Aufgabe, die afghanischen Behörden bei der Schaffung von Sicherheit im Land zu unterstützen.

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