Umstrittene "Körperwelten"-Leichenschau in Hamburg

Ein plastiniertes Paar in der Pose von Turnern
Ein plastiniertes Paar in der Pose von Turnern
Tote beim Sex unter der Dusche oder als Radfahrer mit Sonnenbrille: Die umstrittene Ausstellung "Körperwelten - Eine Herzenssache" des Leichenpräparators Gunther von Hagens startet am Freitag in Hamburg. Fünf Monate lang wird die Wanderschau mit dem neuen Schwerpunkt-Thema Herz dort zu sehen sein.


“Wir erwarten rund 200.000 Besucher”, sagte die Kuratorin Angelina Whalley am Mittwoch. Sie ist die Ehefrau des an Parkinson erkrankten Mediziners, der immer mit schwarzem Filzhut auftritt.

In den vergangenen knapp 20 Jahren haben nach Angaben der Veranstalter weltweit rund 40 Millionen Menschen “Körperwelten” in Wanderausstellungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten gesehen. Nirgendwo seien die Proteste und ethischen Bedenken so groß gewesen wie in Deutschland, sagte Whalley. Von Hagens versteht “Körperwelten” als Anatomie-Ausstellung. Kritiker werfen ihm vor, mit seinen Leichenpräparaten die Menschenwürde zu verletzen. Nach Angaben von Whalley haben bisher rund 14 000 Menschen eingewilligt, sich nach ihrem Tod gemäß seiner Methode präparieren zu lassen.

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