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Umstrittene Chats von ÖBAG-Chef mit Kurz und Blümel: Außerordentliche Aufsichtsratssitzung

Wegen der umstrittenen Chats zwischen ÖBAG-Chef Schmid und Kurz und Blümel gibt es heute eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung.
Wegen der umstrittenen Chats zwischen ÖBAG-Chef Schmid und Kurz und Blümel gibt es heute eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung. ©APA
Nach den umstrittenen Chats von ÖBAG-Chef Thomas Schmid mit Bundeskanzler Sebastian Kurz und Finanzminister Gernot Blümel (beide ÖVP) und zahlreichen Rücktrittsaufforderungen an Schmid tritt heute der Aufsichtsrat der Staatsholding ÖBAG in einer außerordentlichen Sitzung zusammen.
Kurz zu ÖBAG-Chef Schmid: "Kriegst eh alles, was du willst"

Das bestätigt die Staatsholding Dienstagmittag einen Bericht des "trend" und des "Ö1-Mittagsjournals". Details wurden keine genannt, die Besprechung habe erst begonnen.

Wiederholt Rücktrittsaufforderungen an ÖBAG-Chef Schmid

SPÖ, FPÖ und NEOS hatten in den vergangenen Tagen wiederholt den Rücktritt von Schmid gefordert, er sei in der Funktion nach all den Vorwürfen rund um Postenschacher in der Staatsholding nicht mehr tragbar. Blümel als Eigentümervertreter der Republik bei der ÖBAG verwies auf den Aufsichtsrat, der Schmid zuletzt das Vertrauen ausgesprochen hat. Auch die Grünen hatten Kritik an Schmid geübt, vermieden aber eine Rücktrittsaufforderung.

Wie "Kurier" und "Standard" Dienstagnachmittag berichten, soll Schmid auf eine Vertragsverlängerung verzichten. Sein Vertrag läuft bis zum März 2022 und hätte noch um zwei Jahre verlängert werden können.

Schmid als enger Vertrauter von Kurz und Blümel

Schmid wird zum engeren Umfeld von Kanzler Kurz gezählt. "Du bist Familie", soll ihm Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) einmal geschrieben haben. Vor seiner Bestellung zum ÖBAG-Vorstand soll Schmid den Kanzler gebeten haben, ihn "nicht zu einem Vorstand ohne Mandate" zu machen. Die Antwort von Kurz: "Kriegst eh alles, was du willst." Als dann die gesetzliche Grundlage für den neuen Job in der ÖBAG gegeben war, habe Blümel - damals Kanzleramtsminister - an Schmid geschrieben: "Schmid AG fertig".

Die Österreichische Beteiligungs AG, kurz ÖBAG, verwaltet die Anteile des Staates an wichtigen börsenotierten Firmen wie OMV, Telekom Austria, Post und Verbund. Die ÖBAG managt somit über 26 Mrd. Euro Staatsvermögen, das sind fast 3.000 Euro pro Einwohner.

(APA/Red.)

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