Umstellung auf Digital-TV

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Mit 26. Oktober beginnt in Österreich mit der Einführung des terrestrischen Digital-Fernsehens ein neues Fernsehzeitalter.

Obwohl viele für die Umstellung ihren Fernseher umrüsten werden müssen, wissen die Konsumenten kaum darüber Bescheid. „Aber keine Angst, der Fernseher wird nicht plötzlich zappeldüster“, beruhigte Franz Floss, Geschäftsführer der Vereins für Konsumenteninformation (VKI), Donnerstagabend bei einem Hintergrundgespräch.

Personen, die ihr TV-Programm via Kabel oder digitalem Satellit empfangen, müssen für die Umstellung aktiv nichts machen. 40 Prozent der Haushalte, die derzeit eine analoge Zimmerantenne oder einen analogen Satelliten verwenden, um ORF und ATV zu sehen, müssen ihre Geräte allerdings umrüsten, um nach der Umstellung und einer etwa sechsmonatigen Übergangsphase nicht plötzlich vor einem schwarzen Bildschirm zu sitzen.

Die Umrüstung ist für die Betroffenen nicht gratis. An jedes Empfangsgerät (also auch den Videorekorder, wenn man ein anderes Programm aufzeichnen will, als man gerade sieht) muss eine Settop-Box angeschlossen werden. Die Kosten betragen pro Box laut VKI etwa 100 bis 130 Euro. Förderungen in der Höhe von 40 Euro gibt es für Personen, die von der Rundfunkgebühr befreit sind, sowie für die ersten 100.000 Käufer.

Wer derzeit sein Fernsehen über einen analogen Satelliten und ORF über eine Zimmerantenne bezieht, für den gibt es folgende Möglichkeiten: Entweder man schließt für das heimische Fernsehen die mit der bisherigen Antenne verbundene neue Settop-Box an oder man rüstet auf einen digitalen Sat-Receiver um (Kosten ca. 300 Euro). Dann benötigt man nur mehr eine ORF-Digital-Sat-Karte mit Anmeldung, die bei der GIS um 35,90 Euro erhältlich ist.

Strittig ist die Frage, ob man weiterhin ORF-Gebühren zahlen muss, auch wenn man auf die Umrüstung und damit auf den Empfang des heimischen Fernsehens verzichtet. Laut VKI ist die derzeitige juristische Auslegung, dass die Gebührenpflicht entfällt, sobald kein entsprechendes Gerät mehr vorhanden ist. Allerdings liegt die Beweisführung beim Konsumenten – also er muss der GIS bekannt geben, dass er nicht mehr in der Lage ist, ORF zu empfangen.

Die Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen wird zügig vorangehen. In sämtlichen Landeshauptstätten und deren Umland soll bereits ab Sommer 2007 digitales Programm ausgestrahlt werden. Bis Dezember 2008 rechnet der VKI mit einer Deckungsrate von 90 Prozent von ganz Österreich.

S E R V I C E – Ein ausführlicher Frage-Antwort-Katalog samt einer Tabelle, welche Regionen wann umgestellt werden, findet sich auf der Homepage des VKI unter http://www.konsument.at

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