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Umstellung auf Bakkalaureat

&copy Akademie der bildenden Künste
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Die Akademie der bildenden Künste Wien plant die Umstellung auf das dreigliedrige Studiensystem: Bachelor - Master - Doktorat. Probleme gab es heuer bei der Umsetzung des neuen Universitätsgesetzes.

Dies sei zwar umstritten, er sehe dazu aber keine Alternative, betonte Rektor Stephan Schmidt-Wulffen bei einer Pressekonferenz am Freitag. Mit dem neuen Studienjahr werde die Professur von Bruno Gironcoli auf drei Jahre befristet vorläufig mit Manfred Pernice nachbesetzt, jene von Carl Pruscha auf ein Jahr befristet mit Eyal Weizman. Die Akademie werde auf Druck ihres Universitätsrats zwar als eine der ersten Hochschulen ihren Entwicklungsplan vorlegen – bis dorthin könnten aber laut Gesetz Berufungen nur auf höchstens drei Jahre befristet erfolgen.

Das neue Universitätsgesetz (UG) stellt die Akademie vor bisher unbekannte Herausforderungen. Für eine Schule, die über 300 Jahre nur informell katalogisiert habe, sei die Vorstellung der Ausarbeitung einer Eröffnungsbilanz zunächst ein „Albtraumszenario“ gewesen, meinte Schmidt-Wulffen. Trotzdem habe man positiv bilanziert. Nicht vergessen dürfe man aber, dass die Akademie mit „extrem hohen Vorbelastungen“ in die Autonomie entlassen worden sei. Von den 22 Mio. Euro Gesamtbudget müssten die Hälfte für Personalkosten und fünf Mio. für die Miete aufgewendet werden. Die Spielräume für Investitionen und Gastvorträge seien daher gering.

Probleme ortete Schmidt-Wulffen vor allem bei den Mieten, die immer stärker steigen würden: „Die BIG ist ein ausgegliedertes Unternehmen, das Gewinn machen muss.“ Die Akademie werde daher die Dependance in der Josefsgasse aufgeben und im Semperdepot „verdichten“. Diese Strategie habe aber Grenzen: „Wir werden nicht den Schillerplatz, die Ateliers im Prater oder das Semperdepot aufgeben.“ Für den von der Rektorenkonferenz urgierten Generalsanierungsplan sei mit Ministerium und BIG Einvernehmen erzielt worden, dass Sanierungsbedarf bei den Objekten am Schillerplatz, in der Böcklinstraße im Prater und in der Karl Schweighofergasse gegeben sei – das Semperdepot sei von der Behörde hingegen als nicht dringend eingestuft worden.

Ausbauen will die Akademie in den kommenden Jahren die Forschung. Bereits heuer habe man “überraschend hohe Forschungsmittel“ zugeteilt bekommen, die in ein großes Film- und Fernsehprojekt unter Leitung des Regisseurs Harun Farocki gesteckt werden, so Schmidt-Wulffen.

Derzeit studieren an der Akademie rund 1.000 Personen, pro Jahr schließen 150 ihre Ausbildung ab. Eine Erhöhung der Studentenzahlen kommt für Schmidt-Wulffen aber nicht in Frage – der Markt für bildende Künstler sei beschränkt. Ob man nun 1.000 oder 1.200 Studenten habe, sei vom ökonomischen Standpunkt her uninteressant. Wichtiger sei das Aufrechterhalten des guten Betreuungsverhältnisses und eine Internationalisierung. Bei der Architektur gehe es nicht um die Auflassung einer der drei Standorte in Wien, meinte Vizerektor Andreas Spiegl. Vielmehr wolle man „synergetische Potenziale herstellen“ und eine stärkere Differenzierung des Angebots.

Im Personalbereich wurde auch die derzeit vakante Stelle von MUMOK-Direktor Edelbert Köb befristet nachbesetzt. Martin Beck wird seinen Lehrstuhl für Kunstpädagogik für zwei Jahre innehaben. Nachher könnte Köb zurückkehren – falls er als MUMOK-Chef nicht verlängert wird.

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