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Umfrage zeigt: Wiener fordern zeitgemäßere Lerninhalte

Die Mehrheit empfindet den Lehrplan als "total veraltet".
Die Mehrheit empfindet den Lehrplan als "total veraltet". ©APA/HANS PUNZ
Laut einer Umfrage wünschen sich die Wiener zeitgemäßere Lerninhalte. Auch mehr Unterstützung im Bereich Schulsozialarbeit sei gewünscht.

Die Wienerinnen und Wiener stehen dem Bildungssystem durchaus kritisch gegenüber - und halten oft eher wenig von den dort vermittelten Inhalten. Das ist eines der Ergebnisse einer von den NEOS in Auftrag gegebenen Umfrage. Auch mehr Unterstützung im Bereich Schulsozialarbeit wird urgiert.

Viele Themen stoßen auf Unverständnis

Warum muss man das lernen? Diese Frage scheinen sich Eltern - und wohl auch Schüler - des öfteren zu stellen, wenn es nach der vom Meinungsforscher Peter Hajek durchgeführten Studie geht. Beklagt wird etwa, dass derzeit bei Bildung nur über die Themenbereiche Integration und Sprache diskutiert wird. 43 Prozent der rund 1.000 Befragten stimmten der Ansicht "sehr" zu, dass die Frage was und wie die Kinder lernen, dabei auf der Strecke bleibt. Immerhin noch 33 Prozent waren "eher" dieser Meinung - also insgesamt die überwiegende Mehrheit.

Mehrheit findet Schulpläne "total veraltet"

Mehrheitliche Zustimmung gab es auch zur Aussage, dass die Schulpläne "total veraltet" sind. Überwiegend bejaht wurde auch folgende Behauptung: "Man fragt sich, was die Kinder in der Schule lernen, denn ohne die Mitarbeit der Eltern zu Hause würden viele Kinder die Schule nicht schaffen." Der Wiener NEOS-Chef Christoph Wiederkehr forderte angesichts der Resultate eine Wende hin zu "kompetenzorientertem Lernen". Konkret sollten Medien- oder Digitalkompetenz verstärkt vermittelt werden, forderte er.

Zugleich sprachen sich 67 Prozent der Befragten dafür aus, dass jede Pflichtschule einen Schulpsychologen braucht. Und: 74 Prozent der Befragten konstatierten, dass der Bildungsbereich zu einem "politischen Stellungskrieg" geworden sei. Wiederkehr teilte diese Ansicht: Das ständige "Hickhack" führe dazu, dass sich jede Seite - also etwa die Stadt Wien und das Bildungsministerium - profilieren wolle. Das zeige sich etwa bei den Diskussionen um die Finanzierung von Schulsozialarbeitern.

(APA/Red)

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