Umfrage zeigt: Die meisten Bäckereien verarbeiten Eier aus Österreich

In vielen Bäckereien werden die Produkte mit Eiern aus Österreich hergestellt.
In vielen Bäckereien werden die Produkte mit Eiern aus Österreich hergestellt. ©pixabay.com (Sujet)
Eine Umfrage von Vier Pfoten zeigt, dass heimische Bäckereien für ihre Produkte meist Eier aus Österreich verwenden. Befragt wurden Bäckereien aus allen Bundesländern mit Schwerpunkt auf Wien und Oberösterreich.

Osterpinze, Osterlamm, Semmerln und Co. in elf von 19 Bäckereien enthalten nur heimische Eier. Das ergab eine Befragung der Tierschutzorganisation Vier Pfoten und des Konsumentenschutzes der Arbeiterkammer (AK) OÖ in Bäckereien und Selbstbedienungs-Shops in Supermärkten. Branchenprimus wurde die Vollwertbäckerei Gradwohl. Sie verwendet demnach ausschließlich Bio-Freilandeier aus Österreich.

Elf von 19 Bäckereien verwenden nur österreichische Eier

Sechs Bäckereien mischen und verwenden Biofreilandeier – meistens im Frühstücksangebot oder als frische Ware – und solche aus Bodenhaltung, fünf setzen auf konventionelle Freiland- sowie Bodenhaltung und sechs nehmen nur Eier aus Bodenhaltung. Eine Kette mischt auch noch Eier aus – bis Ende 2019 erlaubter – “ausgestalteter” Käfighaltung dazu, ab 2019 sollen die Käfig-Eier aber auch hier der Vergangenheit angehören.

In den Backshops der Supermärkte kommen Produkte aus Freiland- und Bodenhaltung aus Österreich und anderen EU-Staaten in Brot, Weckerl, Stangerl und Co. Fünf Bäckereien haben auf die Anfrage von Vier Pfoten nicht geantwortet, daher sei die Herkunft ihrer Eier unbekannt, so die Organisation.

Kaum mehr Eier aus Käfighaltung in Verwendung

Ein “Osterhase” und seine Begleiterinnen verteilen die Broschüre mit den Details, am Mittwoch auf der Linzer Landstraße. Befragt wurden dafür Bäckereien aus allen Bundesländern mit Schwerpunkt auf Wien und Oberösterreich.

In – EU-weit verbotener – konventioneller Käfighaltung bleibt laut Vier Pfoten jedem Huhn weniger als ein A4-Zettel Platz, in – bis Ende 2019 in Österreich erlaubter – “ausgestalteter” Käfighaltung kommt etwa eine Bierdeckel-große Fläche hinzu. In Bodenhaltung leben neun Hennen pro Quadratmeter in riesigen Hallen mit bis zu 6.000 Tieren, für die Bezeichnung “Freiland” kommt tagsüber ein Auslauf von mindestens vier Quadratmetern pro Huhn dazu.

Biofreilandhaltung bedeutet, dass jedes Huhn mindestens vier Quadratmeter Auslauf hat und im Stall höchstens sechs Tiere pro Quadratmeter leben – insgesamt maximal 3.000 Hennen. Eine Besonderheit der Biofreilandhaltung in Österreich ist, dass die männlichen Kücken nicht nach dem Schlüpfen getötet, sondern für die Fleischproduktion gemästet werden.

(APA/Red)

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