Umberto Eco zu Wikileaks: Stand alles in der Zeitung

Italiens Star-Autor Umberto Eco ("Der Name der Rose") findet, dass Wikileaks nur kopierte Zeitungsinformationen veröffentlicht.
So seien etwa die “Enthüllungen” der US-Botschaft in Rom über Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi exakt die gleichen, die eine Woche zuvor im US-Magazin Newsweek gestanden seien, schreibt Eco in einem Gastbeitrag für die französische Zeitung “Liberation” (Donnerstagausgabe).

 ”Warum also so viel Aufregung über die Enthüllungen dieser Dossiers?” fragt der Schriftsteller, und meint: “Früher versuchte die Presse zu verstehen, was sich im Geheimen der Botschaften tat; heute dagegen sind es die Botschaften, die vertrauliche Informationen von der Presse erbeten.”

Die Wikileaks-Enthüllungen würden künftig nachhaltig die Art der Übermittlung vertraulicher Informationen prägen. Da das Internet nicht mehr als Übermittlung der geschützten Nachricht tauge, würden wie früher Boten unterwegs sein.

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