Umbau des Parlaments: eine Mammut-Aufgabe

Planung, Umbau, Sanierung - massenhaft Zeit und Geld wird die geplante Parlamentssanierung verschlingen.

Der geplante Parlamentsumbau entwickelt sich immer mehr zu einer Mammutaufgabe. Alleine die Erarbeitung eines Konzepts wird rund ein Jahr in Anspruch nehmen. Die Sanierung selbst könnte bis zu drei Jahre dauern, wenn das Parlament dabei nicht auszieht, könnte sich diese sogar über zehn Jahre ziehen. Ein Umbau bei gleichzeitigem Betrieb im Haus würde zudem deutlich höhere Kosten verursachen. Das erklärte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (S) bei einem Hintergrundgespräch am Dienstag. Der Umbau ist für sie jedenfalls unausweichlich.

Im kommenden Jahr wird ein Gesamtkonzept ausgearbeitet. Dabei wird das Haus zunächst gescannt und auf Risikofaktoren und Gefahren untersucht. Gefahr in Verzug bestehe derzeit aber nicht, sagte Prammer. Zudem werden Fragen des Brandschutzes und der Barrierefreiheit geklärt. Ein weiterer Punkt ist ein Nutzungskonzept, das das Parlament um ganze 8.500 Quadratmeter vergrößeren könnte. Derzeit verfügt das Hohe Haus über 40.000 bis 45.000 Quadratmeter Bürofläche.

Wohin das Parlament aussiedeln könnte, ist noch offen. Die Plenarsitzungen seien dabei jedoch noch das geringste Problem, sagte Prammer. Über die Umzugskosten gibt es noch keine Schätzungen. Die Kosten für den Umbau werden vage mit rund 260 Mio. Euro geschätzt, diese Schätzung hat allerdings eine Schwankungsbreite von plus-minus 40 Prozent. Genauere Berechnungen seien zum derzeitigen Stand der Planung nicht möglich. Klar sei aber, dass ein Umbau in Etappen ohne Umsiedlung 60 Mio. mehr kosten würde, erklärte die Präsidentin. Und eine reine Sanierung des Notwendigsten ohne großen Umbau würde auch an die 200 Mio. Euro kosten.

Beginnen könnte der Umbau im Herbst 2013 und bei gutem Wind in zwei bis zweieinhalb oder drei Jahren fertig sein. Unter den Fraktionen gibt es großteils Konsens über das Projekt, einzig die FPÖ soll gegen den Umbau sein.

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