Ukraine-Krieg: Litauen verbietet Z-Symbol und Georgsband

Auf diesen russischen Panzern in der Nähe von Martiupolist das Z-Symbol aufgemalt.
Auf diesen russischen Panzern in der Nähe von Martiupolist das Z-Symbol aufgemalt. ©AP Photo/Alexei Alexandrov
In Litauen werden die Symbole des russischen Angriffskrieges in der Ukraine, das Z-Symbol und das Georgsband, in der Öffentlichkeit künftig verboten.
Österreicher klebt Z-Symbol auf Lkw

Der Buchstabe wird von Befürwortern des russischen Angriffskriegs in der Ukraine genutzt und steht für "za pobedu" ("Für den Sieg"). Das Parlament in Vilnius beschloss am Dienstag eine Gesetzesänderung, nach der das oft auf russischen Militärfahrzeugen zu sehende Symbol nicht gezeigt werden darf. Das Gleiche gilt für das "V", das für "sila v pravde" ("Die Kraft liegt in der Wahrheit") steht.

Litauen verbietet Z-Symbol und Georgsband wegen Ukraine-Krieg

Auch verboten ist in dem baltischen EU- und NATO-Landes nun das Tragen des in Russland als Nationalsymbol beliebten Georgsbandes. Das orange-schwarze Band ist für viele Russen eines der wichtigsten Symbole des Triumphs über Hitler-Deutschland - getragen wird es vor allem rund um den Tag des Sieges am 9. Mai. Im Kriegsgebiet der Ostukraine trugen viele Separatisten das Georgsband auch als Zeichen ihrer Verbundenheit mit Russland.

Georgsband als Symbol des Sieges über Hitler-Deutschland

Mit der neuen Regelung werden die Schriftzeichen und das Georgsband mit Nazi- und Sowjetsymbolen wie Hakenkreuz oder Hammer und Sichel gleichgestellt, die in dem EU- und NATO-Land in der Öffentlichkeit verboten sind. Vergehen können demnach mit GeldStrafen von bis 700 Euro für Privatpersonen und bis 1.200 für Unternehmen geahndet werden.

Litauen war von Deutschland und Sowjetunion besetzt

Litauen war im Zweiten Weltkrieg abwechselnd von Deutschland und der Sowjetunion besetzt. Nach Kriegsende war der Baltenstaat bis 1990 unfreiwillig Teil der Sowjetunion.

(APA/Red)

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