Ukraine-Krieg: Eine Chronologie der Ereignisse

Eine Beerdingung in der ukrainischen Stadt Lemberg.
Eine Beerdingung in der ukrainischen Stadt Lemberg. ©AP Photo/Bernat Armangue
15 Tage dauert der Krieg in der Ukraine nun schon an. Die Invasion russischer Truppen in dem zweitgrößten Land Europas hat viel menschliches Leid ausgelöst.

Mit der Invasion in die Ukraine hat Russland massive Gegenreaktionen des Westens heraufbeschworen. Die Ukraine stemmt sich gegen die Angreifer. Ein Tagebuch:

Ukraine-Krieg: Eine Chronologie der Ereignisse

21. Februar: Russlands Präsident Wladimir Putin erkennt die selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk im Osten der Ukraine als unabhängige Staaten an. Tags darauf stimmt das russische Parlament zu. Soldaten sollen in die Separatistengebiete entsandt werden.

22. Februar: Die EU nimmt mit Strafmaßnahmen vor allem den russischen Finanzsektor ins Visier. Die deutsche Regierung legt die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 auf Eis.

23. Februar: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt eine Teilmobilmachung und den Ausnahmezustand für 30 Tage an. Die Separatisten in der Ostukraine bitten den Kreml um Militärhilfe.

24. Februar: Russland greift die ehemalige Sowjetrepublik an. Die NATO aktiviert Verteidigungspläne für Osteuropa, schließt aber eine militärische Unterstützung der Ukraine aus.

25. Februar: Russlands Armee dringt bis vor die Hauptstadt Kiew vor. Eine gegen Russland gerichtete Resolution im UN-Sicherheitsrat scheitert wegen des Vetos aus Moskau. China enthält sich.

26. Februar: Russische Geldhäuser sollen aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift ausgeschlossen werden.

27. Februar: Der EU-Luftraum ist für russische Flieger gesperrt. Putin versetzt die Abschreckungswaffen der Atommacht in Bereitschaft.

28. Februar: Moskau und Kiew sprechen erstmals seit Beginn des Krieges offiziell miteinander - ergebnislos. Russland wird von Fußball-Wettbewerben ausgeschlossen, weitere Sanktionen im internationalen Sport folgen.

1. März: Der Fernsehturm in Kiew nahe der Holocaust-Gedenkstätte Babyn Jar wird mit Raketen angegriffen. Selenskyj verlangt in einem Appell an das Europaparlament die Aufnahme seines Landes in die EU.

2. März: Weitere Kämpfe um Kiew, Charkiw und Cherson. Mit historisch großer Mehrheit verurteilt die UN-Vollversammlung den russischen Angriff.

3. März: In einer zweiten Gesprächsrunde verständigen sich Russland und die Ukraine auf humanitäre Korridore, um Tausende Menschen zu retten. Die EU will Kriegsflüchtlinge unkompliziert aufnehmen.

4. März: Ein Feuer an Europas größtem Atomkraftwerk nahe Saporischschja schürt Ängste vor einer nuklearen Katastrophe. Für angebliche Falschinformationen über den Krieg drohen in Russland nun mehrere Jahre Haft - einige westliche Medien verlassen das Land.

5. März: Moskau und Kiew beschuldigen sich gegenseitig, eine für mehrere Stunden vereinbarte Feuerpause für einen humanitären Korridor in der Region Mariupol zu missachten. Russland versucht weiter, Kiew und Charkiw zu umzingeln.

6. März: Die Evakuierung der von Russland belagerten Hafenstadt Mariupol scheitert nach Angaben des Kreml und des Roten Kreuzes zum zweiten Mal. Die USA kündigen an, mögliche Kriegsverbrechen der russischen Seite zu dokumentieren.

7. März: Bei neuen Verhandlungen bekräftigen Kiew und Moskau ihre Absicht, in den umkämpften Gebieten humanitäre Korridore zu schaffen. Russland soll sich vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag verantworten, die Ukraine hat Moskau wegen Völkermordes verklagt.

8. März: Nach einer Feuerpause werden erstmals Tausende Zivilisten aus der umkämpften Stadt Sumy im Nordosten gerettet. Die Lage in Mariupol hingegen ist für Hunderttausende weiter katastrophal. Die USA erlassen ein Importverbot für Öl aus Russland.

9. März: Nach UN-Angaben haben schon mehr als zwei Millionen Ukrainer ihre Heimat verlassen.

10. März: Ein Treffen der Außenminister von Russland und der Ukraine im türkischen Antalya bringt keine Fortschritte. Es gelingt weder eine zumindest zeitweilige Waffenruhe noch weitere Fluchtkorridore zu vereinbaren.

(APA/Red)

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