Ukraine: Heftige Kämpfe in Region Luhansk

Das Symbolbild zeigt einen Soldaten in Volnovakha. Es entstand bei einer Reise, die vom russischen Militär organisiert wurde.
Das Symbolbild zeigt einen Soldaten in Volnovakha. Es entstand bei einer Reise, die vom russischen Militär organisiert wurde. ©APA/AFP/ALEXANDER NEMENOV (Symbolbild)
Die russische Armee hat ukrainischen Angaben zufolge einen Großangriff in der Region Luhansk begonnen.
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In der Kleinstadt Kreminna sei die russische Armee in der Nacht auf Montag "mit einer riesigen Menge an Kriegsmaterial einmarschiert", teilte der ukrainische Gouverneur von Luhansk, Serhij Hajdaj, am Montag auf Facebook mit. "Unsere Verteidiger haben sich auf neue Positionen zurückgezogen", fügte er hinzu. Bei Angriffen in Charkiw gab es drei Tote.

Gouverneur von Luhansk: Russische Streitkräfte bis Kreminna

Der Gouverneur berichtete zuvor, russische Streitkräfte seien bis Kreminna vorgestoßen. "In der Nacht konnte der Feind bis Kreminna vorstoßen, nur festsetzen konnte er sich dort nicht. Die Kämpfe direkt in der Stadt halten an", hieß es. Vier Zivilisten seien bei einem Fluchtversuch aus Kreminna erschossen worden, teilte der Gouverneur mit. Sie wollten in ihrem Auto aus der Stadt fliehen. Wie inzwischen bekannt wurde, teilte der Gouverneur aber mit: "Gerade ist die Kontrolle über die Stadt Kreminna verloren gegangen." 

Ukraine: Kreminna 50 Kilometer nordöstlich von Kramatorsk

Die Kleinstadt Kreminna mit 18.000 Einwohnern liegt rund 50 Kilometer nordöstlich der Großstadt Kramatorsk und in der Nähe der derzeit heftig umkämpften Stadt Rubischne. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten am Montag von heftigen Explosionen in Rubischne, die zum Teil Brände auslösten. Über der Stadt stiegen riesige Rauchwolken auf. Ukrainische Soldaten beschossen russische Stellungen in Rubischne vom etwa drei Kilometer entfernten Ort Nowodruschesk aus mit Artillerie und Mörsergranaten.

Der Chef der pro-russischen Separatisten in Luhansk, Lenoid Pasetschnik, hatte in der vergangenen Woche erklärt, die ukrainische Armee kontrolliere weiterhin "einen Teil" von Rubischne. Sobald seine Kämpfer das gesamte Gebiet "befreit" hätten, werde eine Entscheidung getroffen, "um unseren Brüdern in Donezk und möglicherweise Russland Hilfe zu leisten", erklärte Pasetschnik.

Ukrainischer Vorwurf an Russland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Russland am Sonntagabend vorgeworfen, die gesamte Donbass-Region "buchstäblich erledigen und zerstören" zu wollen. Die russische Armee bereitet demnach derzeit eine neue Großoffensive in der Ostukraine vor. Diese sei fast beendet, teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht zuvor mit. "Im östlichen Einsatzgebiet schließen die Streitkräfte der russischen Föderation die Bildung einer Angriffstruppe ab", hieß es.

Behörden: Tote bei russischen Angriffen auf Charkiw

Bei erneuten russischen Angriffen auf die nordostukrainische Millionenstadt Charkiw wurden nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft schlug eine Granate am Montag auf einem Spielplatz in einem Wohngebiet ein, eine Frau und ein Mann wurden demnach getötet. Einen weiteren Toten sowie sechs Verletzte gab es nach Angaben des Direktors eines medizinischen Nothilfe-Zentrums bei einem Angriff auf ein humanitäres Hilfszentrum. Bereits am Sonntag waren bei russischen Angriffen in Charkiw nach Behördenangaben sechs Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden. Drei weitere Menschen wurden demnach in der Region Charkiw getötet.

(APA/Red)

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