Ukraine: 390 Babys seit Kriegsbeginn in Kiew geboren

In Kiew kamen seit Kriegsbeginn zahlreiche Kinder zur Welt.
In Kiew kamen seit Kriegsbeginn zahlreiche Kinder zur Welt. ©APA/AFP/ARIS MESSINIS (Symbolbild)
In Kiew sind seit dem Ausbruch des russischen Krieges gegen die Ukraine 390 Babys zur Welt gekommen.

"199 Buben und 191 Mädchen", sagte Bürgermeister Vitali Klitschko in einer Videobotschaft vom Freitag. Tags zuvor hatte Vitali gemeinsam mit seinem Bruder Wladimir eine als Luftschutzraum dienende Metrostation aufgesucht und den Menschen Mut zugesprochen.

390 Babys kamen in Kiew seit Kriegsbeginn zur Welt

Der Dreimillionenstadt droht eine Einkesselung durch russische Truppen. "Die Nacht verlief in der Hauptstadt ruhig. Mehrere Male arbeitete die Luftabwehr", sagte der 50-jährige Vitali Klitschko. Zwar sei die Stadt im Kriegszustand, doch würden Autos fahren, Lebensmittelgeschäfte und die Mehrzahl der kommunalen Apotheken seien offen. Das Stadtoberhaupt wandte sich an die Eigentümer privater Apotheken: "Öffnet sie. Das ist sehr wichtig." Die Kiewer müssten stundenlang vor den städtischen Apotheken in Schlangen für Medikamente anstehen.

Appell von Kiews Bürgermeister Klitschko

Zugleich rief Klitschko die Menschen auf, sich nicht unnötig im Freien aufzuhalten. "Ignoriert den Luftalarm nicht. Geht sofort in die Schutzräume!", betonte der Bürgermeister. Die Stadt bereite sich weiter auf die Verteidigung vor. "Auf den Straßen sind mehr Kontrollpunkte, Betonblöcke, Panzersperren", unterstrich Klitschko. Kiew werde nicht aufgegeben.

Russland hatte vor einer Woche die Ukraine angegriffen. Nach UNO-Statistiken sind bisher mehr als 240 Zivilisten getötet worden.

(APA/Red)

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