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Über-Ich und du - Trailer und Kritik zum Film

Der Film könnte eigentlich recht witzig sein. So wie jene Szene am Anfang, als der Edelganove Nick die Gunst eines brenzligen Augenblicks ergreift und sich im Haus des greisen Curt Ledig als dessen künftiger Betreuer einschleicht. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Solche Szenen, leicht und flott, könnte es mehr geben in der deutsch-österreichischen Komödie “Über-Ich und Du” des Regisseurs Benjamin Heisenberg. Ab 15. Mai im Kino. Der Film erzählt von einer ungleichen Männerbeziehung, zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, einer Beziehung, in der sich die Rollen von hilflosem Pflegling und dominantem Pfleger umkehren. Bei einer solchen Konstellation tauchen Erinnerungen an den Kinoschlager von 2011, “Ziemlich beste Freunde”, auf.

Über-Ich und du: Die Geschichte

Doch “Über-Ich und Du”, der erstmals in diesem Jahr bei der Berlinale lief, fehlt einiges, um so rund zu laufen wie die französisch-belgische Komödie um einen Gelähmten und seinen unbekümmerten Betreuer. Diesmal treffen der von Georg Friedrich gespielte Nick Gutlicht und der von Andre Wilms verkörperte Philosoph Curt Ledig aufeinander.

Nick, beim Einbruch in Ledigs Villa überrascht, gibt sich schlagfertig als dessen neuer Betreuer aus und verursacht dadurch eine Verwicklung nach der anderen. Doch die Pfiffigkeit des smarten Edelgauners hält nicht lange an. Alsbald gewinnt der sonst alles um ihn herum ignorierende Wissenschafter die Oberhand, und mit einem Mal sieht sich Nick in der Rolle eines Versuchsobjekts. Beide Männer haben Unterschiedliches miteinander vor: Der Kleinganove möchte die reiche Literatur seines Schützlings zu Geld machen, der zeitweise verwirrte alte Mann sieht im Neuzugang in seinem Haus einen originellen Fall.

Über-Ich und du: Die Kritik

Dieses eigentümliche Zusammenleben wächst sich alsbald ins Groteske aus. Dennoch taucht man nicht bedenkenlos in die Komödie ein. Das liegt in erster Linie an der nicht überzeugenden Rollenzeichnung der beiden Hauptfiguren. Nick ist ein Gelegenheitsgauner, mit Schiebermütze und Simmeringer Spruch, bei dem sich aber Strizzitum und literarisches Interesse nicht zur Deckung bringen lassen. Er ist zu widersprüchlich in seiner Persönlichkeit: Einmal halbstark, dann wieder Weichei. Einmal schlauer Schlawiner, dann naiver Narr. Nick stiehlt vornehmlich Bücher von Wert, seine Freundin arbeitet in einer Buchhandlung. Eine nicht recht glaubwürdige Paarung.

Auch Curt Ledig wirkt mitunter agiler, als er es an anderer Stelle mit seinen beiden Stöcken darstellt. Zudem ist er einmal dement, dann wieder von erstaunlicher wissenschaftlicher Präsenz. Das Groteske wird nie so skurril, dass es über die Mängel in der Grundkonstellation hinwegsehen ließe.

Die detailreiche Ausstattung und die ruhige Kameraführung mit kräftigen Bildern aus der Schweiz und Osttirol lassen die deutsch-schweizerisch-österreichische Koproduktion zwar doch über weite Strecken amüsant erscheinen, mit teilweise köstlichen Einfällen. Es wäre allerdings etwas mehr an Komik und Wortwitz in den Dialogen herauszuholen gewesen. Der 40-jährige deutsche Regisseur Benjamin Heisenberg hat mit “Über-Ich und Du” seine erste Komödie produziert. 2010 war er mit dem Psycho-Krimi “Der Räuber” im Wettbewerb der Berlinale vertreten gewesen.

(APA)

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