Über das Vienna Major zu den Olympischen Spielen nach Tokio

Die nächsten Tage kämpfen die Teams um Spitzenergebnisse.
Die nächsten Tage kämpfen die Teams um Spitzenergebnisse. ©APA/Georg Hochmuth
Dieses Woche findet das Vienna Major auf der Wiener Donauinsel statt. Dort kämpfen die Teams um Spitzenergebnisse, um an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen zu können. Es gibt aber noch zwei weitere Möglichkeiten für eine Qualifikation.

Der Kampf um die begehrten Tickets für Olympischen Spiele 2020 ist auch im Beach-Volleyball im vollen Gange. Das dieswöchige Major in Wien ist eine Möglichkeit, im Olympia-Ranking dick anzuschreiben. Der Weg nach Tokio führt aber nicht nur über gute World-Tour-Ergebnisse, es gibt noch zwei weitere Möglichkeiten.

Österreich hofft auf drei Olympia-Startplätze

Zusätzlich zur Rangliste, in welche seit September 2018 und bis Juni nächsten Jahres die besten zwölf Turnierergebnisse einfließen, gibt es noch die Schienen über ein Qualifikationsturnier in China und den Kontinental-Cup. Der Österreichische Volleyball-Verband (ÖVV) erhofft sich insgesamt drei Olympia-Startplätze. "Unser Ziel müssen zwei Herren- und ein Damenteam sein. Auf jeden Fall wäre eine Qualifikation ein Riesenerfolg", betonte ÖVV-Beach-Sportdirektor Nik Berger.

Bis 2020 müssen noch Spitzenergebnisse her

Die rot-weiß-roten Anwärter für das nur je 24 Teams umfassenden Olympia-Feld sind Clemens Doppler/Alexander Horst, Robin Seidl/Philipp Waller und Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig. Die Chancen des Trios im Olympia-Ranking sind nach teils durchwachsenen Saisonergebnissen intakt. Bis Mitte Juni 2020 müssen aber noch Spitzenergebnisse her, um einen der 15 pro Geschlecht zu vergebenen Ticket zu ergattern.

Im chinesischen Haiyang spielen Mitte September beim einzigen Weltausscheidungsturnier pro Geschlecht Teams aus 16 Nationen jeweils zwei Plätze aus. Österreich ist dort nur mit Seidl/Waller, die Damen verpassten den Cut. Seidl/Waller haben sich mit guten Resultaten neben Doppler/Horst als zweites ÖVV-Herrenteam in der erweiterten Weltspitze etabliert. "Es ist alles auf Kurs, wir spielen erst ein Jahr zusammen und steigern uns noch. Ich bin guter Dinge, dass wir uns qualifizieren", beurteilte Seidl im APA-Gespräch die Chancen.

Nach Wien liegt der Fokus auf Haiyang

Wie mit dem Achtelfinale bei der WM will das Duo auch auf der Donauinsel ordentlich punkten. "Wien ist natürlich ein wichtiges Turnier. Wir sind im Ranking an der Kippe, einmal drinnen, einmal draußen. Wir wollen hier nochmal einen Push nach vorne machen, damit wir solide in den Top 15 sind."

Nach Wien gelte ihr ganzer Fokus Haiyang, wo sie im Vorjahr sensationell das Dreistern-Turnier der World-Tour gewonnen haben. Für ein Tokio-Ticket müssten sie dort erneut ins Finale kommen, die Besetzung der anderen Nationen steht noch nicht fest. "Wenn man sich dort qualifiziert, kann man die ganze nächste Saison voll auf Olympia aufbauen. Sonst muss man bis Juni Turniere für das Ranking spielen", weiß Seidl um die Bedeutung des China-Events.

Kontinentalcup als dritte Möglichkeit zur Qualifikation

Als dritte Möglichkeit bliebe noch der Kontinentalcup, in dem die ÖVV-Damen in die zweite Phase vorgestoßen sind, die Herren waren dafür gesetzt. Die letzten beiden Europa-Runden um nur je ein Ticket pro Geschlecht werden im Juni nächsten Jahres ausgetragen. Bereits über andere Wege qualifizierte Teams sind dabei für ihre Nation nicht mehr teilnahmeberechtigt. Zu Olympia 2012 in London hatten es Doppler/Horst über diese Schiene geschafft, 2016 in Rio waren es Seidl und Alexander Huber gewesen.

(APA/Red)

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