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Über 20 Tote nach Islamisten-Angriff in Somalia

Bei schweren Gefechten sind in der somalischen Hauptstadt Mogadischu am Freitag mehr als 20 Menschen getötet worden. Wie der britische Sender BBC berichtete, brachen die Kämpfe nach einem Angriff der radikalislamischen Al-Shabab-Miliz auf Stellungen von Regierungstruppen und Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) aus. Rund 40 Menschen seien verletzt worden.

Bei dem Schusswechsel mit schwerer Artillerie kamen in Mogadischu auch zahlreiche Zivilisten ums Leben, die auf dem Weg zur Arbeit in die Feuerlinie gerieten. Allein auf dem Bakara-Markt wurden mindestens sechs Menschen getötet. Dieser wichtigste Markt der somalischen Hauptstadt war voller Menschen, die am Vortag des islamischen Fastenmonats Ramadan noch Einkäufe erledigen wollten.

Al-Shabab hat angekündigt, während des Ramadan die Angriffe noch verstärken zu wollen. Die Miliz, die unter anderem von den USA als Terrororganisation eingestuft wird, will die Regierung des gemäßigten Islamisten Sheik Sharif Ahmed stürzen und hat vor allem im Süden und im Zentrum des Landes große Gebiete unter ihrer Kontrolle. Somalia gilt als “gescheiterter Staat”. Seit 1991 hat das Land am Horn von Afrika keine funktionierende Regierung.

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