U2 bis zum Happel-Stadion

APA
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Die Fußball-Europameisterschaft 2008 rückt näher - und damit auch die Eröffnung des neuesten Wiener U-Bahn-Abschnittes, der U2-Verlängerung zum Ernst-Happel-Stadion.  

Die neue Teilstrecke soll am 10. Mai eröffnet werden, doch bereits am Freitag wurde zu einer ersten Probefahrt über die bereits durchgehend verlegten Gleise geladen. „Die Stationen sind schon weit gediehen, aber es gibt noch kleine Restarbeiten“ so der Geschäftsführer der Wiener Linien, Günter Steinbauer.

Fünf neue Stationen

Mit der Verlängerung der jetzigen U2 kommen zu den bestehenden sechs Haltestellen fünf weitere hinzu. Auf die momentane Endstation „Schottenring“ wird dann „Taborstraße“, „Praterstern“, „Messe“, „Trabrennstraße“ und schließlich die Station „Stadion“ folgen.

Puristisch-elegant

Anders als bei der im Vorjahr eröffneten Neubaustrecke der U1 hat man nicht das Design der alten Stationen auf die neuen Anlagen übertragen. Die fünf Neulinge zeigen sich puristisch-elegant mit postmodernem Sichtbeton und Glaskuppeln für Naturlicht.

Die kurzzeitig größte Aufmerksamkeit wird dabei auf der Station „Stadion“ liegen, die sich 150 Meter entfernt vom Stadion befindet und vom Karlsplatz in 14 Minuten erreicht werden kann. Hier wurden zusätzliche Abgänge von den Bahnsteigen errichtet, um die Fahrgastströme besser kanalisieren zu können. Bis zu 35.000 Fans sollen innerhalb einer Stunde abtransportiert werden können, so Steinbauer.

Perfekt im Zeitplan

„Wir liegen perfekt in der Zeit“, stellte Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner (S) 211 Tage vor EM-Anpfiff klar. Dabei sei die U2 das technisch anspruchsvollste Bauvorhaben der Wiener Linien seit Jahrzehnten. Unter anderem musste nach dem Spatenstich im Juni 2003 der Donaukanal unterquert werden. Zwei Drittel der rund vier Kilometer langen Strecke verlaufen unterirdisch, der Rest auf Stelzen in Hochlage.

Da im dichtverbauten Stadtgebiet überdies kein Platz für einen zentralen Bahnhof war, übernimmt die Anlage bei der U3 in Erdberg diese Funktion. Deshalb musste ein eigener, eingleisiger Versorgungstunell errichtet werden, der unter dem Prater hindurch zum Stadion führt und bei Bedarf schnelle leere Zuggarnituren nachliefern kann.

Es wird weitergebaut

Die Station „Stadion“ fungiert für die U2 allerdings nur kurzzeitig als Endstation. 2010 wird die Linie in die Donaustadt bis zur Aspernstraße verlängert und dabei die Donau queren. Bis 2013 folgt dann ein weiterer Ausbau zum Flugfeld Aspern und auch im Süden ist eine Verlängerung bis zur Gudrunstraße projektiert – allerdings erst bis 2019.

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