U-Bahn: Aus für "Zug fährt ab"

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Für "Zug fährt ab" ist der Zug abgefahren: Mit September heißt es Abschied nehmen vom vertrauten Hinweis in der Wiener U-Bahn, der vor der Abfahrt des Zuges zu hören ist.
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Neue Türtechnik für U-Bahn

Die Durchsage wird in den nächsten Wochen durch eine neue Aufforderung – voraussichtlich “Bitte zurückbleiben” – ersetzt. Die Maßnahme ist Teil einer Reihe von Sicherheitsmaßnahmen der Wiener Linien.

Die jetzige Ansage habe keinen deutlichen Aufforderungscharakter an die Fahrgäste, so der Sachverständige Günther Gfatter am Donnerstag vor Journalisten. Gfatter hat nach einem Unfall, bei dem ein Kind zwischen den Türen eingeklemmt, mitgeschleift und schwer verletzt wurde, ein Sicherheitsgutachten für die Verkehrsbetriebe erstellt. Unter den Empfehlungen findet sich auch die Änderung der Durchsage, die vor dem Schließen der Zugtüren zu hören ist.

Elektronische Sprachspeicher wird neu besprochen

Laut Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer ist für den Tausch gerade jetzt ein günstiger Zeitpunkt. Schließlich muss der elektronische Sprachspeicher -  Bänder gibt es nicht mehr -  im Zuge der Nacht-U-Bahn ab 3. September bzw. der Verlängerung der U2 bis zur Aspernstraße, die mit 2. Oktober in Betrieb geht, sowieso neu besprochen werden.

Der genaue Wortlaut der künftigen Durchsage stehe noch nicht gänzlich fest, so Steinbauer. Sie soll aber jedenfalls der Empfehlung des Gutachtens nachkommen und Aufforderungscharakter haben.

“Zug fährt ab” wurde jahrzehntelang von den U-Bahn-Fahrern selbst durchgesagt bzw. genuschelt. Schon seit Ende 2007 kommt es meist aus der Konserve.

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