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Türkei: Festnahmen nach Anschlägen

Nach den Bombenanschlägen in der Türkei von gestern, Donnerstag, nur wenige Tage vor dem NATO-Gipfel, hat die Polizei in Istanbul mehrere Verdächtige festgenommen.

Urheber der Anschläge in Istanbul und Ankara, bei denen am Donnerstag vier Menschen getötet und mindestens 18 weitere verletzt wurden, seien möglicherweise zwei linksextremistische Gruppen, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag. Bei der Attentäterin, die in einem Stadtbus von Istanbul einen Sprengsatz zur Explosion brachte, handle es sich offenbar um ein Mitglied der Revolutionären Volksbefreiungsfront (DHKP-C). Bei der Explosion wurden vier Menschen getötet und mindestens 15 weitere verletzt.

Bei der Paketbombe, die in Ankara vor dem Hotel Hilton explodierte, in dem US-Präsident George W. Bush am Wochenende übernachten will, wurde Anadolu zufolge der gleiche Sprengstoff verwendet, den eine andere verbotene linksextreme Gruppe, die Marxistisch-Leninistische Kommunistische Partei (MLKP), bei früheren Anschlägen verwendete. Die Anschläge in Istanbul und Ankara ereigneten sich vier Tage vor dem NATO-Gipfel in Istanbul und nur zwei Tage vor der Kurzvisite Bushs in Ankara.

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