Tupolew-Anschläge: Offizieller Verdacht

Russische Ermittler haben zwei Tschetscheninnen offiziell als mutmaßliche Attentäterinnen der Anschläge auf zwei Passagiermaschinen vor einer Woche bezeichnet. Die beiden verdächtigen Frauen hätten Pässe bei sich getragen.

Diese lauteten auf die Namen Satsita Dschebirchanowa und Amnat Nagajewa, zitierten russische Nachrichtenagenturen am Dienstag einen Sprecher des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB.

Offen blieb laut einer Erklärung des Geheimdienstes, ob möglicherweise andere Frauen die Pässe benützt hätten. Dies sollten weitere Ermittlungen ans Licht bringen. Bisher hätten sich keine Angehörigen der beiden Frauen gemeldet, um bei der Identifizierung behilflich zu sein, hieß es.

Die beiden mutmaßlichen Attentäterinnen hätten in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny eine Wohnung geteilt, berichtete die Zeitung „Iswestija“. Nach zwei weiteren Frauen aus der Wohngemeinschaft werde gesucht. Es sei nicht auszuschließen, dass sie weitere Anschläge vorbereiteten.

Die beiden Tupolew-Maschinen waren am vergangenen Dienstag fast zeitgleich abgestürzt. 90 Menschen waren dabei ums Leben gekommen. Die Sicherheitsbehörden hatten die Wahrscheinlichkeit eines Anschlags erst nach dem Fund von Sprengstoffspuren offiziell bestätigt.

Der Verdacht war auf die beiden Frauen gefallen, weil Teile ihrer Leichen weiter verstreut waren als jene anderer Passagiere. Auch, dass sich nach den Abstürzen keine Angehörigen meldeten, lenkte den Verdacht auf die beiden Frauen.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Tupolew-Anschläge: Offizieller Verdacht
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.